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Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus

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Bibliographic data

fullscreen: Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus

Monograph

Identifikator:
1004944497
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18162
Document type:
Monograph
Author:
Bovensiepen, Rudolf http://d-nb.info/gnd/116299916
Title:
Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus
Place of publication:
Neumünster
Publisher:
Nordische Verlagsanstalt R. Hieronymus
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (80 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Der utopische Sozialismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Wesen, Bedeutung und Unterschiede vom wissenschaftlichen Sozialismus, Sozialdemokratie, Kommunismus und Anarchismus
  • Zweites Kapitel. Der utopische Sozialismus
  • Drittes Kapitel. Ferdinand Lassalle und seine Bedeutung für die Arbeiterbewegung
  • Viertes Kapitel. Der wissenschaftliche Anarchismus
  • Fünftes Kapitel. Karl Marx und der Marxismus
  • Sechstes Kapitel. Der Bolschewismus
  • Siebentes Kapitel. Schlußbetrachtung, Rückblick und Ausblick. Die neue Wirtschaft und ihr Geist

Full text

12 — 
ideale Gedankenwelt auch niemals eine die breitesten Volksschichten be 
geisternde und mit sich fortreißende Massenbewegung wie der heutige wissen 
schaftliche und marxistische Sozialismus werden! Nur ganz kurz konnten 
wir daher in diesen Ausführungen, die im wesentlichen praktischen Zwecken 
dienen und auf irgendwelche Vollständigkeit naturgemäß nicht den gering 
sten Anspruch erheben, auf die gemeinsamen geistigen Grundlagen dieser 
Gedankenwelt eingehen und nur in ganz großen Zügen können wir hier 
einige ihrer hauptsächlichsten heute noch bekannten und eine gewisse geistige 
Nachwirkung nusübenden Vertreter im Bilde vorführen. 
An erster Stelle erwähnen wir den äußerst geistvollen und kenntnis 
reichen 1760 in Paris als Sprosse eines der vornehmsten und reichsten fran 
zösischen Adelsgeschlechter, das seinen Ursprung auf die Kapetinger zurück 
führte, geborenen Grafen Saint Simon. Unter Washington stellte er 
sich der amerikanischen Freiheitsbewegung zur Verfügung und trug sich mit 
großen praktischen Plänen, z. B. der Anlegung des Panamakauals, ohne 
indes ihre Verwirklichung erreichen zu können. Durch die französische große 
Revolution verlor er sein ganzes, großes Vermögen, wandte sich nunmehr 
schriftstellerischer Betätigung zu, die ihm aber nennenswerte Erträgnisse 
nicht abwarf, geriet immer mehr in Bedrängnis und starb schließlich, ohne 
Einfluß auf die Massen erlangt und ohne sein System diesen zugänglich ge 
macht zu haben, 1825 in Paris in Armut und Dürftigkeit. 
Er vereinigte in sich eine höchst seltsame Mischung eines religiösen 
Schwärmers — insofern wohl Tolstoi vergleichbar — und eines idealen 
Politikers, der fast nie den Boden der realen Wirklichkeit zu gewinnen ver 
stand. In seinen Hauptwerken „l^eorxaniZation cke !a zoriste europeenno" 
(1814) und „Nouveau Christianisme“ (1825) betont er die ungeheure Wich 
tigkeit der Industrie und bejaht er die ungeheures Aufsehen und ihm einen 
Prozeß eintragende Frage, ob Frankreich mehr verlieren würde durch den 
plötzlichen Tod der 3000 größten Gelehrten und Industriellen als durch den 
Tod der 3000 höchsten Würdenträger einschließlich der königlichen Familie. 
Das Königtum, als dessen Anhänger er sich bekennt, müsse sich auf die pro 
duktiven Kräfte der gesamten Nation stützen. Die Befähigtsten der Acker 
bauern, Kaufleute und Fabrikanten müßten die Staatsverwaltung in die 
Hand nehmen. Der Hauptfehler des Christentums fei seine Verkennung der 
leiblichen Bedürfnisse der Menschheit und seine Erklärung: „Mein Reich ist 
nicht von dieser Welt." Eine neue Religion müsse gegründet werden, der 
Protestantismus fei auf halbem Wege stehen geblieben und habe daher allen 
Einfluß auf die Massen verloren. Die Volkssouveränität verwirft er ebenso 
wie die schrankenlose Freiheit des einzelnen. Das Privateigentum, auch 
das an Produktionsmitteln, verwirft er keineswegs grundsätzlich, wohl aber 
das Erbrecht. Nur die Gesamtheit, nicht der einzelne soll Erbe sein. Auf 
die Weise würde das Individuum nicht nur für sich, sondern auch für die 
Gesamtheit schaffen, so würde die heute zerstörte Harmonie der Gesellschaft 
wieder hergestellt werden. Gerade durch diese rücksichtslose Bekämpfung des 
Erbrechts hat Saint Simon einen auch heute noch in der Frage der Erb 
rechtsreform nachwirkenden weitgehenden Einfluß ausgeübt. Er ist der erste 
moderne Schriftsteller, der die Frage einer Reform des- Erbrechts in den 
Fluß gebracht hpt, aus dem sie bis zur gegenwärtigen Stunde nicht wieder
	        

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Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus Und Bolschewismus. Nordische Verlagsanstalt R. Hieronymus, 1919.
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