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Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus

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Bibliographic data

fullscreen: Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus

Monograph

Identifikator:
1004944497
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18162
Document type:
Monograph
Author:
Bovensiepen, Rudolf http://d-nb.info/gnd/116299916
Title:
Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus
Place of publication:
Neumünster
Publisher:
Nordische Verlagsanstalt R. Hieronymus
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (80 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Kapitel. Karl Marx und der Marxismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und Bolschewismus
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Wesen, Bedeutung und Unterschiede vom wissenschaftlichen Sozialismus, Sozialdemokratie, Kommunismus und Anarchismus
  • Zweites Kapitel. Der utopische Sozialismus
  • Drittes Kapitel. Ferdinand Lassalle und seine Bedeutung für die Arbeiterbewegung
  • Viertes Kapitel. Der wissenschaftliche Anarchismus
  • Fünftes Kapitel. Karl Marx und der Marxismus
  • Sechstes Kapitel. Der Bolschewismus
  • Siebentes Kapitel. Schlußbetrachtung, Rückblick und Ausblick. Die neue Wirtschaft und ihr Geist

Full text

— 53 
Ijöltnis. Ungeheure Gewinne hat unsere deutsche Landwirtschaft wäh 
rend des Krieges erzielt, 'und zwar vorzugsweise gerade die mittleren und 
kleineren Landwirte, denn diese vornehmlich stellen/die oben erwähnten Er 
zeugnisse her und sind, wie wissenschaftlich einwandsfrei nachgewiesen ist, 
gerade auf diesen Gebieten der Produktion dem Großbetrieb in jeder Hin 
sicht weit überlegen. Ferner aber und vor allem jetzt nach dem Welt 
kriege wird schon wegen des restlosen Abtransports der rund 1600 000 
in Deutschland befindlichen, vorzugsweise auf Eroßgütern beschäftigten 
russischen Kriegsgefangenen — wenn nicht alles täuscht — eine 
gewaltige Krise über den deutschen Erohgrundbesitz hereinbrechen. 
Es fehlen einfach hunderttausende und aberhunderttausende von Arbeits 
kräften, ohne die fremdstämmigen, ausländischen russischen und polnischen 
Saison- und Wanderarbeiter, die im Jahre 1914 nicht weniger als 436 736, 
davon 327 254 aus Galizien betrugen, gegenüber nur 265 485 im 
Jahre 1908, aber läßt sich der landwirtschaftliche Großbetrieb einfach nicht 
aufrecht erhalten. Er bricht r e t t u n g s l o s in sich selber zusammen. Unter 
dieser unheimlichen Leutenot, dem Gespenst und Totengräber des Groß 
grundeigentums, aber leidet der mittlere und kleine Landwirt, der mit sei 
nen gewöhnlich noch recht zahlreichen Familienangehörigen selber mit Hand 
anlegt und dessen Arbeitseinkommen von seinem Renteneinkommen un 
trennbar verbunden ist, bei weitem nicht so wie der Großgrundbesitzer. 
Dieser Wurm frißt nicht an seinem Mark! 
Sicher werden äuch manche Lastdwirte — mit diesem Einwände hat ins 
besondere der Wächter des Gtalsheiligtums Karl Käutsky, der unentwegte 
orthodoxe Marxist, dessen ganzes wissenschaftliches Bestreben von dem Leit 
motiv gelenkt wird „das Wort (des Karl Marx) sie sollen kaffen stahn", 
die Konzentrationstheorie des giofeen 1 Meisters für die Landwirtschaft zu 
retten versucht — vom Kapital, insbesondere von den Banken abhängig 
sein. Aber keinesfalls ist diese an sich unleugbare Tatsache etwa wie bei 
unseren versinkenden kleingewerblichen Schichten ein negatives soziales 
Massenphänomen, sondern sie wird immer mehr und mehr ange 
sichts der in jeder Hinsicht glänzenden Entwickelung unserer mittleren und 
kleineren landwirtschaftlichen Betriebe zu einer mehr vereinzelten Erschei 
nung. Die großartige Selbsthilseaktrvn der deutschen Landwirte, insbeson 
dere das Eingreifen der Raiffeisen!- und sonstigen landwirtschaftlichen Ge 
nossenschaften haben zudem hie Entschuldung gerade des mittleren und klei 
neren ländlichen Grundbesitzes mächtig gefördert. 
e) Die A k ku m u l a t i o n s t h e o r i e. 
Anker ihr versteht Marx die .angeblich immer steigende Kapitals- 
anhäufung in den Händen Weniger. Die Zahl der Kapitalisten soll be 
ständig und unaufhaltsam abnehmen. Der Zusammenballung der Betriebe 
auf dem gesamten Gebiete der Volkswirtschaft, der Industrie, des Handels 
und der Landwirtschaft, wie sie Marx irrtümlich lehrt, soll die Konzentra 
tion des Besitzes in immer weniger Händen unH ein immer stärkeres An 
schwellen der Besitzlosen entsprechen. Der Kapitalsbesitz häuft sich, „akkumu-
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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