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Die Fabriksparkasse

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Bibliographic data

fullscreen: Die Fabriksparkasse

Monograph

Identifikator:
1005178828
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18208
Document type:
Monograph
Author:
Altenrath, Johannes http://d-nb.info/gnd/1023399458
Title:
Die Fabriksparkasse
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 96 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Alterssparkasse der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Leverkusen / von Dr. Schulze, Leverkusen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Fabriksparkasse
  • Title page
  • Contents
  • I. Bericht über die Konferenz für Fabriksparwesen
  • II. Überblick über das Fabriksparwesen / von Dr. Altenrath, Charlottenburg
  • III. Sparkassen für jugendliche Arbeiter / von Geh. Kommerzienrat Moritz Böker, Remscheid
  • IV. Spareinrichtungen für Erwachsene
  • V. Die Alterssparkasse der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Leverkusen / von Dr. Schulze, Leverkusen
  • VI. Bestimmungen für Spareinrichtungen, Satzungen und Flugblätter
  • VII. Formulare

Full text

54 
Mitgliedern Umstände ein, die es notwendig erscheinen 
lassen, daß der Betreffende entweder einen Teil des Gut 
habens ausgezahlt erhält oder auf eine gewisse Zeit von 
den Beiträgen befreit wird. Diese Gesuche werden also 
von dem Sparkassenausschuß erledigt. ISTach Möglich 
keit wird darauf gesehen, daß das Guthaben erhalten 
bleibt, und es wird dann versucht, dem Sparer auf 
andere Weise zu helfen, sei es, daß er einen Vorschuß 
erhält, der ihm in kleinen Wochenraten abgehalten wird, 
oder daß er aus dem Unterstützungsfonds der Firma eine 
Unterstützung erhält. Auf diese Weise wird also erreicht, 
daß den Sparern über jene Schwierigkeiten hinweggeholfen 
wird, ohne daß sie ihre Ersparnisse anzugreifen brauchen, 
und hierin liegt wohl die große Bedeutung der Alters 
sparkasse. Die Sparer können nicht jederzeit die ge 
machten Ersparnisse für sich verwenden. Es ist aber Vor 
sorge getroffen, daß der Einzelne nicht weitersparen muß, 
wenn er tatsächlich wirtschaftlich nicht dazu in der Lage 
ist. Wenn die Alterssparkasse, wie sie bei uns besteht, 
noch anderwärts Eingang finden sollte, so müßte unbedingt 
in ähnlicher Weise verfahren werden, denn sonst können 
sich leicht Härten heraussteilen. 
Ich will noch erwähnen, daß die Farbenfabriken 
absichtlich eine Kasse gewählt haben, die bei Fällig 
keit der Leistungen ein Kapital und keine Rente aus 
zahlt. Denn eine Rentenversorgung haben die Arbeiter 
der Farbenfabriken bereits einmal durch die staatliche 
Altersrente, und dann gewährt der Arbeiter-Unterstützungs 
fonds an ganz und teilweise erwerbsunfähige Arbeiter 
laufende Renten nach Maßgabe der abgeleisteten Dienst 
zeit. Ein durch Krankheit erwerbsunfähiger Arbeiter er 
hält z. B. bei 25 jähriger Dienstzeit als Rente die ganze 
Differenz zwischen seinem früheren Verdienst als Voll 
arbeiter und der staatlichen Invalidenrente. Die Arbeiter 
sind also im Falle der Erwerbsunfähigkeit vor Not ge 
schützt. Die Alterssparkasse dient daher nicht dem Zwecke 
der Sicherung des Existenzminimums, sondern der Ver 
mögensbildung, die Arbeiter in eine gehobene -wirtschaft 
liche Lage zu bringen. Wer sich 3000 oft gespart hat, 
kann sich z. B. ein Eigentum erwerben oder seinen 
Kindern eine besondere Berufsausbildung geben. Die 
Alterssparkasse soll also den sozialen Aufstieg der Arbeiter 
schaft fördern.
	        

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Die Fabriksparkasse. Carl Heymanns Verlag, 1914.
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