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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

192 
Eisenbahnen: Die Lokomotive. 
Schienen mehr zu schonen und die Unterhaltungskosten herabzuziehen. Es werden hier 
die vier Achsen durch nicht weniger als acht Zahnräder angetrieben, was gerade nicht zum 
Vorteil der Arbeitsübertragung ist. Diese Bauart, bei der je zwei Achsen in einem be 
sonderen Rahmen gelagert waren, hat Anlaß zu der in der deutschen Litteratur ver 
breiteten Legende gegeben, daß die Lokomotive zwei um einen Mittelzapfen einstellbare 
Drehgestelle besessen hätte, Hedley also der Erfinder derselben sei. Das ist nicht richtig. 
Schon die in einer Ebene liegenden acht Zahnräder und die durch Abb. 187 wieder 
gegebene Bauart der Rahmengestelle verbieten eine solche Anordnung. Oben sind die 
Gebrüder Chapman auf Grund ihrer Patentschrift vom Jahre 1812 als die ersten Ver 
wender von Lokomotivdrehgestellen genannt worden. Auffallend ist die Dampfabführung 
in Abb. 187. Der Ab 
dampf gelangt erst in 
einen geräumigen Zwi 
schenbehälter und aus 
diesem in den Schorn 
stein. Nach Smiles hatte 
Hedley diese Anordnung 
getroffen, um das vordem 
vorhandene laute Ge 
räusch des ausströmenden 
Dampfes, durch das die 
Anwohner der Bahn zu 
sehr belästigt und die 
Pferde scheu geworden 
waren, zu beseitigen. 
Eine wirksame Feuer 
anfachung durch den Ab 
dampf war freilich damit 
aufgegeben. 
Um das Jahr 1814 
greift auch George Ste 
phenson in den Ent 
wickelungsgang der Loko 
motive ein. Mit glück 
licher Hand und sicherem 
praktischen Blick bildet er 
sie weiter aus und gibt 
ihr im Verlauf von 15 
Jahren unter wesent 
licher Beihilfe anderer 
erfahrener Männer die 
jenige Anordnung, die sie zum Kulturträger unserer Zeit befähigen sollte. — Stephenson 
(vergl. Abb. 188) hatte sich durch rastlosen Eifer allmählich vom Pferdetreiber einer 
Kohlenbahn zum Maschinenwärter emporgearbeitet. Im Jahre 1811 gelang es ihm, 
eine Verbesserung an einer Newcomenschen Feuermaschine sowie an einer Bergwerks 
pumpe zu treffen, was ihm die Stelle eines Maschinenmeisters des bei Newcastle ge 
legenen Killingworth-Bergwerks verschaffte. Ein Jahr später wurde er bereits infolge 
seiner Kenntnisse im praktischen Maschinenwesen und seines scharfen Blickes für maschi 
nelle Betriebe zum Grubeninspektor ernannt. Als solcher konnte er seine Begabung 
und seinen inneren Drang freier entfalten, und besonders eifrig arbeitete er u. a. an der 
Verbesserung der Lokomotive, deren Mängel er an der Hedley- und Blenkinsopschen 
Bauart wiederholt kennen gelernt hatte. Die nötigen Geldmittel gab ihm der Besitzer 
des vorgenannten Bergwerkes, Lord Ravensworth. Am 25. Juli 1814 setzte Stephenson 
seine erste Lokomotive auf der Killingworth-Eisenbahn in Betrieb. Zu Ehren des alten 
188. George Stephenlon. 
Geboren am 9. Juni 1781 in Wylam bei Newcastle-on-Tmie. 
Gestorben am 12. August 1848 in Tapton Hause bei Chesterfieid.
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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