Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

16 
Einleitung: Entwickelung des Verkehrswesens. 
Bäumen bepflanzt und an welchen in bestimmten Abständen Gasthäuser und Schuppen 
aufgestellt wurden. Von Peking gingen eine Anzahl Radialstraßen in verschiedener 
Richtung ab. Ein wohlgeordnetes System von Stationen, welche mit berittenen 
Kurieren und mit Gespann ausgestattet wurden, ermöglichten eine schnelle und 
sichere Verbindung. Der venezianische Kaufherr Marco Polo spricht in seinem viel 
genannten Werke von den Einzelheiten dieser Einrichtung und erwähnt dabei die Auf 
sichtsbeamten, welche verpflichtet waren, für die Ordnung und Unterhaltung der Wege zu 
sorgen. Neben den gepflasterten Heerstraßen lag ein ungepflasterter Streifen, der den 
Reitern ein rasches Vorwärtskommen ermöglichte. 
Die beginnenden langandauernden Kämpfe zwischen den Arabern und Byzanz er 
wiesen sich für einige unternehmende Städte Italiens von großem Vorteil. Venedig, 
Genua, Pisa, Amalfi wußten den Handel mit Ägypten und Syrien immer mehr in 
ihre Hände zu spielen; durch Verträge mit dem griechischen Hofe und mit den Sarazenen 
sicherten sich die Genuesen und Venezianer den Zwischenhandel. Im gleichen Maße wie 
die Schiffe Konstantinopels gezwungen waren, sich aus dem Ägäischen und dem Mittelmeer 
zurückzuziehen, im selben Maße drangen die Fahrzeuge der Italiener vor. Die Spuren der 
Venezianer im Handel mit Konstantinopel und auch in den Handelsverhältnissen nach Syrien 
und Ägypten lassen sich bis in das neunte Jahrhundert znrückverfolgen. Die Stellung 
der Italiener in Konstantinopel war zeitweise eine sehr angesehene, zeitweise suchten sich 
die griechischen Kaiser durch die schändlichsten Mittel dieser Konkurrenten zu entledigen. 
Eine sehr bedeutungsvolle Rolle spielte jahrhundertelang in der Geschichte des 
Handels und damit in derjenigen des Verkehrs Venedig. Ein Fischerdorf, gegründet 
von den vor Attila geflüchteten Bewohnern von Aquileja, Padua und Concordia, war der 
Ausgangspunkt des machtvollen Venedigs. Schon unter Theuderich (454—526 n. Chr.) 
bediente sich Ravenna der Fahrzeuge der Venezianer. Im Jahre 829 drohte der Stadt, 
die mit 60 Schiffen im Bunde mit dem griechischen Kaiser Sizilien gegen die Mauren 
verteidigt hatte, die Gefahr der Vernichtung. Die dem Kaiser Karl dem Großen geleistete 
Hilfe gegen Pavia verschaffte Venedig die Unabhängigkeit. Otto III. (996) erteilte den 
Venezianern die Befugnis zum Besuche der deutschen Messen. Bis gegen Ende der 
Kreuzzüge war jedoch der Verkehr mit Deutschland ein sehr geringer, und ein unmittel 
barer Großhandel mit den italienischen Städten existierte nicht. 
Deutschland war um diese Zeit von dem Weltverkehr gleichsam ausgeschlossen. Es 
gehörte zu denjenigen Ländern, in welchen nach dem Zusammenbruch des Römerreiches 
zunächst eine sehr traurige Periode des Verkehrslebens und des Handels begann. Die 
Zahl der Verbindungswege blieb zwar eine ziemlich große, doch war ihre Beschaffenheit 
eine sehr mangelhafte. Der Unverstand der Menschen ließ die prachtvollen Kunststraßen 
vielfach zu Grunde gehen, indem man deren Verfall thatenlos zusah. Karl der Große zeigte 
sich auch in dieser Beziehung als ein Mann mil weitem Blick, indem er wiederholt Befehle 
erließ, Verbindungsstücke zwischen den einzelnen Überresten der Römerstraßen herzustellen. 
Die fränkischen Soldaten mußten wie einst die römischen mit Hand ans Werk legen. In 
seinen Kapitularien verordnete er die Wiederherstellung der Kirchen, Brücken und Straßen 
und schrieb er den Handelsleuten die Straßen vor, um sie zu ihrer eigenen Sicherheit 
an seine Gaugrafen verweisen zu können. Es heißt daselbst: „Die Kaufleute auf ihrem 
Zuge in die Lande der Slawen und Avaren sollen gen Sachsen bis Bardewik reisen, wo 
Hredi für sie zu wachen hat, zu Schesla (an der Aller), wo sie Madalgoz schützt; zu 
Magadoburg sind sie der Hut Hattos anvertraut, zu Erpisfurt dem Madalgand, zu Forch- 
haim, zu Bremberg, zu Ragenisburg sitzt Adulph, zu Lorch der Warnar". Eine Haupt 
straße zog sich von dem Donauthal in das Elbe- und Wesergebiet, eine zweite ging über 
Augsburg und Ulm, den Main und Neckar abwärts, nach Frankfurt und an den Rhein. 
Die Machtausdehnung der Araber hatte eine allgemeine Stockung des Welthandels be 
wirkt, die erst durch die Anknüpfung neuer Verbindungen in dem Donauthal durch Kölner 
und Mainzer Kaufleute einigermaßen aufgehoben wurde. Der Einbruch der Hunnen 
sperrte diesen Weg für den Durchgang der orientalischen Waren, die fortan nur über 
Kiew und Nowgorod nach Deutschland und zwar an die Ostsee gelangen konnten.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.