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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Leuchttürme. 
559 
Niedrigwasser sich befand, einem ebenso heftigen Sturm, wie der, der seinem Vorgänger 
2 Jahre zuvor den Untergang bereitet hatte, siegreichen Widerstand leisten. Nach einjähriger 
Bauzeit, in der 1600 odrn Boden aus dem Inneren des Senkkastens gefördert waren, hatte 
dieser die planmäßige Tiefe von 22 m unter Null erreicht, und es konnte auf dem jetzt für 
alle Zeiten gegen Unfälle gesicherten Unterbau mit dem Aufbau des ganz aus Eisen be 
stehenden Turmes fortgefahren werden. Am 23. Oktober 1885 wurde der aus Schweden 
bezogene Leuchtapparat angezündet. Der Turm hat einen Anstrich in den Farben des Reichs 
in 4 m hohen Bändern erhalten und ist dank diesem Anstrich und seinem ausladenden Kopfe 
bei Tage 18 bis 22 km weit sichtbar. 
In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche Leuchttürme gebaut worden und zwar 
aus Holz, Stein und Eisen und in neuerer Zeit auch aus Beton. Holz wird der 
Feuergefährlichkeit halber und auch seiner Vergänglichkeit wegen nur für kleine Leucht 
feuer, wie Hafenleuchtcn an 
gewendet und da, wo Eisen 
und Stein nur mit großen 
Kosten zu beschaffen sind, oder 
für Türme, deren Versetzung 
wegen Änderungen des Fahr 
wassers nach längerer oder 
kürzerer Zeit in Aussicht zu 
nehmen ist. Ein solcher Holz 
bau ist der 40 na hohe Leucht 
turm von Pontaillac, welcher 
in den Jahren 1856/57 ge 
baut wurde, um in Verbindung 
mit dem Turm von Terre- 
Negre den Schiffen die Rich 
tung nach der Gironde zu 
weisen. Auf Neuseeland, wo 
die Erdbeben den Bau mas 
siver Türme verbieten, sind 
in den Jahren 1870/79 vier 
zehn Leuchttürme aus dem 
dort zu Gebote stehenden vor 
züglichen australischen Holze 
gebaut worden. Wo der Bau 
grund fest ist und Stein 
materialien und Arbeitskräfte 
ohne zu große Schwierigkeiten 
herangeschafft werden können, 
ist ein steinerner Leuchtturm 
einem Bau aus Eisen immer 
vorzuziehen, weil derselbe in gleicher Weise, wie eine Brücke von Stein, dauerhafter und 
daher auch billiger zu unterhalten ist, als ein Bauwerk von Eisen. Auch die Stand 
festigkeit eines Turmes den Angriffen des Sturmes und der Wellen gegenüber ist durch 
die Verwendung von großen, durch ihr Gewicht wirkenden Massen leichter zu erreichen 
als bei Eisenkonstruktionen, deren Zusammenhalt und Bestand nur in ihren künst 
lichen Verbindungen, die mit der Zeit gelockert werden können, beruht. Dagegen bieten 
eiserne Leuchttürme den Vorteil, daß sie in kurzer Zeit und mit wenig Arbeits 
kräften aufgestellt werden können, wenn sie in ihre Teile zerlegt, zum Aufstellen 
fertig angeliefert werden. Auch ihr Abbruch und ihre Versetzung ist leicht möglich, 
wenn eine Unterspülung des Standortes, oder sonstige Gründe die Versetzung nötig 
oder wünschenswert machen sollten. Am Hafen von Riga steht ein 32,3 in hoher, 
aus eisernen Platten gebildeter Leuchtturm, bestimmt, im Kriegsfalle abgetragen zu 
werden, um die feindliche Flotte nicht nur bei Nacht durch Löschen des Feuers, sondern 
546. Leuchtbake an der Elbe.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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