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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

598 Schiffbau. 
Welthandel. Und so waren die Schiffahrt treibenden Nationen im 16. und 17. Jahr 
hundert bestrebt, den Schiffbau nach Möglichkeit zu fördern und zu veroollkomninen. Die 
weiten Fahrten über See erforderten günstigere Schiffsformen unter Wasser, große See 
tüchtigkeit und eine Verbesserung der Segeleigenschaften. Man begann den Schiffsboden 
zum Schutze gegen den Bohrwurm und zur Verminderung des Anwuchses mit Kupfer 
platten zu beschlagen. Die Schiffe selbst erhielten größere Abmessungen, stärkere Verbände 
und zweckentsprechende Bug- und Heckformen. Vor- und Hinterkastell verschwanden all 
mählich, dafür trat das vorn ausspringende Gallion und die Galerien mit den Seiten 
taschen am Heck. Die Masten wurden geteilt und erhielten Stengen zum Fieren. Die 
Segel wurden der Höhe nach geteilt in Uutersegel, Marssegel und Bramsegel, auch kamen 
später die Leesegel — Beisegel, welche die Segelfläche in der Breite vergrößerten — hinzu. 
Der Schnitt der Segel wurde dabei so gewählt, daß sie möglichst bauchig am Winde 
standen, da man der Meinung war, daß der Wind sich in denselben fangen müsse, ein 
vollkommen unwissenschaftlicher Grundsatz, welcher erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts 
allmählich verlassen wurde. 
&96. ptr erste Dreidecker „The Kovcrcign of the Keas", erbaut 16S7. 
Mit Bezug auf die Armierung der Kriegsschiffe mit Geschützen ergab sich seit dem 
Jahre 1500 ein gewaltiger Umschwung, als man nach dem Vorschlag des Franzosen 
Decharges anfing, Geschützpforten in die Außenhaut einzuschneiden und die Geschütze in 
der Breitseite aufzustellen. Als erstes Breitseitschiff wurde im Jahre 1512 unter der 
Regierung Heinrich VIII. an der Themse das Linienschiff „Henry Grace de Dieu" erbaut. 
(Abb. 595). Es war ein Zweidecker von 1000 t Deplacement, führte 54 Achtzehn 
und Neunpfünder in den Batterien und 26 Stück Sechs- und Einpfünder auf Oberdeck, 
Hütte und Back und hatte eine Besatzung von 700 Mann. Im Jahre 1637 wurde als 
dann in Woolwich der erste Dreidecker „The Sovereign of the Seas" (Abb. 596) 
erbaut. Das Schiff hatte eine Länge zwischen den Perpendikeln von 170 Fuß engl., eine 
Länge über alles von 232 Fuß und eine größte Breite von 48 Fuß bei einem Tonnen 
gehalt von 1637 Tons. Es besaß drei feste Decks und führte 100 Geschütze und zwar 
30 in der unteren, 30 in der mittleren und 26 in der oberen Batterie, während die 
übrigen auf dem Oberdeck der Back und der Hütte verteilt waren. Die untersten Ge 
schützpforten lagen nur 4 Fuß über Wasser, so daß dieselben bei bewegter See geschlossen 
werden mußten. Wegen mangelnder Stabilität wurde später das oberste Deck rasiert und 
das Schiff zum Zweidecker gemacht. Die später im Jahre 1735 erbaute „Victory", ein 
Dreimaster ähnlicher Konstruktion mit 100 Geschützen (Abb. 597), kenterte infolge des 
Schöpfens der untersten Geschützpforten im Kanal im Jahre 1744 und ging mit der 
ganzen Besatzung fan 1000 Mann) unter. 
Trotzdem diese Schiffe schon gewaltige Abmessungen auswiesen und mit Bezug auf 
Belastung, Konstruktion der Verbandteile, Besegelung und Stabilität schwierige Auf
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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