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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Holzschiffbau: Vollendung des Rumpfes. 
657 
leicht zerfressen wird. Man sagt dann, das Schiff ist kupferfest. Die über Wasser 
liegenden Bauteile können ohne Gefahr durch eiserne Bolzen verbunden werden. Die 
Befestigung der Decksplanken auf den hölzernen Balken erfolgt durch eiserne, verzinkte 
Spieker oder Stumpfbolzen, und werden dieselben so tief versenkt geschlagen, daß sie durch 
einen hölzernen Deckspfropfen bedeckt werden können. 
Ist die Außenhautbeplankung geschlichtet und gedichtet, so wird in der Regel zum 
Schutz des Unterwasserteils derselben ein Kupfer- oder Muntzmetallbeschlag angebracht. 
Derselbe soll das Unterwasserschiff nicht allein gegen die Angriffe der Bohrwürmer 
schützen, sondern zugleich einen Anwuchs von Muscheln, Algen u. s. w. verhindern. Vor 
dem Anbringen der Metallhaut wird die Außenhantbeplankung mit Teer bezw. Marine 
leim gestrichen und dann mit einer Lage geteerten Filzes oder groben Papiers bedeckt, 
auf welche alsdann streifenweise die Metallplatten von 1 bis 1,5 mm Dicke und Ab 
messungen von 1,2 m X 0,s5 bis 0,5 m mittels kupferner Nägel befestigt werden. Die 
Platten überdecken sich derart an den Rändern, daß die oberen Kanten von dem nächsten 
Plattengang überdeckt werden. Die Dauer einer Kupferhaut beträgt etwa 5 Jahre, und 
nach diesem Zeitraum muß dieselbe zum großen Teil erneuert werden. 
Neben den Arbeiten am eigentlichen Schiffsrumpf wird nach dem Legen der Decks 
und der Abdichtung der Außenhaut mit den einzelnen Arbeiten begonnen, welche für den 
Ausbau und die 
Ausstattung des 
Schiffes erforderlich 
sind. Es gehören 
hierher die Vorkeh 
rungen für die Be 
mastung und Take 
lage , wie Mast 
spuren, Bugspriet 
stuhl , Rüsten mit 
Püttingsschienen, 
diejenigen für die 
Ankereinrichtung, 
wie Ankerspille, 
Ankerkran oder Kranbalken und Ankerklüsen, das Steuerruder nebst Pinne und Steuer 
einrichtung, die Pumpen, die Einrichtungen zum Übernehmen der Ladung, wie Lade- 
luken, Lade- und Ballastpforten, Ladewinden, sowie zur Unterbringung der Mann 
schaften, wie Niedergangsluken, Fallreepstreppen, Kajüten und Mannschaftslogis, Wasser 
tanks und dergl. 
Die Mastspur ist eine Plattform von starken Balken, welche mit dem Kielschwein 
verbolzt ist, sie erhält eine Auskerbung, in welche der Mastfuß mittels vierkantigen 
Zapfens eingesetzt wird. Der Bugsprietstuhl bildet in ähnlicher Weise die Stütze für den 
Fuß des Bugspriets. Die Rüsten, eine aus Planken zusammengefügte Plattform in Höhe 
der Oberdecksbalken, welche mittels Durchbolzen mit dem Schergang und den Spant 
hölzern verbunden und durch eiserne Kniee an der Außenhaut gestützt werden, dienen den 
oberen Enden der Püttingsschienen als Auflage. An diesen Schienen werden am oberen 
Ende mittels Auge die Jungfernblöcke der Wanten befestigt, während der untere Teil 
derselben derartig an die Außenhaut gebogen ist, daß die Resultante aus den Spannungen 
im Want und im Püttingeisen in der Mittellinie der Rüst liegt. Das untere Ende der 
Püttingsschienen wird durch die Püttingsbolzen gehalten. 
Die Schiffswinden zum Lichten (Heben) der Anker werden auf dem Oberdeck im 
Bug aufgestellt. Die Winden oder Spille mit liegender Welle und mit Handantrieb 
mittels Spaken heißen Bratspille, diejenigen mit vertikaler Welle Gangspille. Auf Handels 
schiffen findet allgemein, um an Bedienungsmannschaft zu sparen, das Pumpenspill Ver 
wendung, ein Spill mit liegender Welle und Antrieb mittels Pallen durch Bewegung eines 
Pumpenhebels. Der Kranbalken dient zum Andeckholen des vorgehievten Ankers. Die 
IX 83 
670. Ankerwinde (Pnniplpili). a Hauptansicht, b Seitenansicht.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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