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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Landstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

59 
Römerstraßen. 
nußgroße Kiesel Verwendung. Die vierte Lage bildete die Abdeckung der Straße. 
Diese Schicht wurde „Summa crusta“ genannt und bestand aus Pflaster oder Be 
schotterung. Die Straße wurde der Breite nach in drei Teile getrennt. Der mittlere, 
meist etwas gewölbte Teil hieß „Agger“. Derselbe war von den Seitenwegen durch 
Bordsteine abgesondert. An den Fahrbahnen standen besondere Steine zum Aufsteigen 
der Reiter. Diese Vorkehrung war nötig, da man die Steigbügel nicht kannte. Diese 
Erfindung wurde in Europa erst im 4. Jahrhundert bekannt. 
Die oben angegebenen fünf Hauptrouten bildeten die Hauptmaschen des römischen 
Straßennetzes, das durch Straßen untergeordneter Bedeutung in eine große Anzahl 
engerer Maschen zerlegt wurde. Man schied die Straßen in Heer- und Provinzial 
straßen, Gemeindewege, Fußpfade und Hohlwege. Der französische Gelehrte Bergier hat 
die Gesamtlänge auf 10000 geographische Meilen geschätzt, eine Zahl, welche die neuere 
Forschung als etwas zu hoch ansieht. Die Aufsicht über dieses wichtige Gebiet lag 
besonderen Kommissionen ob. Es galt für eine sehr hohe Ehre, mit der Oberaufsicht 
(curatorss) betraut zu werden. Die Unterhaltung erfolgte aus öffentlichen Mitteln und 
wurde in den meisten Fällen dem Mindestfordernden übertragen. Julius Cäsar ordnete eine 
allgemeine Straßenvermessung an, ein Unternehmen, das erst unter Augustus vollendet wurde. 
Hervorragende Verdienste auf dem Gebiete des Straßenbaues fanden durch Er 
richtung von Ehrenbogen einen sichtbaren 
Ausdruck. So wurde im Jahre 27 v. Chr. 
Augustus in Rimini ein solcher Bogen er 
richtet. Aus gleicher Veranlassung errichtete 
man Kaiser Trajan einen Ehrenbogen in 
Benevent. Mit dem römischen Straßenbau 
hängt ans das engste die Ausbildung des 
römischen Postwesens, des cursus publicus, 
zusammen. In den Zeiten der Republik wur 
den die Regierungs-Depeschen lediglich durch 
Eilboten (viatorcs) übermittelt. Zur Be- 27. Gurrschnitt -in« N-merstrußc. 
schleunigung ihrer Beförderung wurde ein 
ausgebildetes Vorspannwesen eingeführt. Die Entstehung des eigentlichen enrens publicus 
fällt in die Kaiserzeit. Augustus ivurde auch bei dieser Schöpfung von seinem Freund und 
Schwiegersohn Agrippa thatkräftig unterstützt. Das gesamte Straßennetz wurde in bestimmte 
Wegestrecken eingeteilt. An diesen Teilpunkten befanden sich Stationen, die man nach ihrer 
Bedeutung in naansionss und inutationes unterschied. Die Entfernung zwischen je zwei 
mansiones, die nicht selten mit prächtig eingerichteten Wvhngemächern der Kaiser aus 
gestattet waren, betrug eine Tagesreise. Die mntationes waren Fntterstationen. Auf 
den Stationen befand sich die nötige Anzahl Pferde (etwa 40), damit jederzeit ein 
Pferdewechsel eintreten konnte. Zum Ziehen der Wagen, die eine sehr verschiedene 
Gestalt aufwiesen, wurden Pferde, Ochsen, Maulesel und Esel benutzt, der eigentliche 
Postreisewagen, die rlieda currens, konnte 2 bis 4 Personen aufnehmen. Alle Einzel 
heiten des gesamten Betriebs waren auf das genaueste geregelt. Die oberste Leitung des 
euren» publicus lag in den Händen des Praefectus praetorii. Die Geschichte hat die 
von einzelnen hervorragenden Persönlichkeiten auf den Römerstraßen zurückgelegten 
Schnellfahrten verzeichnet. Cäsar namentlich war wegen seiner raschen Reisen berühmt, 
nach Sueton legte er mittels Wagen in einem Tage 148 km zurück, d. h. also bei einer 
13 bis 14 ständigen täglichen Fahrzeit etwa 11 km in der Stunde. Als durchschnittlich 
erzielte Geschwindigkeit kann die von 6 bis 8 Meilen Pro Tag bezeichnet werden. Im 
großen und ganzen diente der euren» ptiblicus ausschließlich Staatszwecken. Die Reisen 
den waren Staatsbeamte, Militärpersonen, Veteranen und solche Personen, denen aus 
nahmsweise ein Fahrschein (evsctio) erteilt worden war. Die Unterhaltung dieser 
Verkehrseinrichtung lag den Provinzbewohnern ob, die auch für die Versorgung der 
Reisenden aufkommen mußten. Die Belastung der Betroffenen war eine sehr erhebliche, 
und hierauf ist es zurückzuführen, daß im Gegensatz zu unserer Zeit nicht selten Proteste 
gegen die geplante Durchführung des euren» publicus durch irgend eine Gegend von 
8*
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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