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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

709 
Entwickelung bcr Schiffsgcjchiitze. 
auf beiden Bordseiten besetzt werden, so standen pro Geschütz nur 7 Mann zur Verfügung. 
Die einzelnen Geschützdecks waren hiernach mit Mannschaften überfüllt, und es ist daher 
nicht überraschend, wenn mit einer Lage der Breitseitgeschütze, wie in der Schlacht bei 
Trafalgar auf dem spanischen Dreidecker „Lautn Ana“ 400 Mann außer Gefecht gesetzt 
wurden. Diese verheerende Wirkung der Vollkugeln einer Breitseite beschränkte sich jedoch 
in der Hauptsache darauf, eine große Zahl Mannschaften kampfunfähig zu machen und 
die feindlichen Geschütze außer Gefecht zu setzen; auch wurden durch die Vollkngeln die 
über Wasser liegenden Teile des Schiffsrumpfes durchschlagen und teilweise die Masten 
und Teile der Takelage zu Fall gebracht. Eine Gefahr für das Schiff und seine Schwimm 
fähigkeit entstand jedoch selten. 
Erst die Erfindung der Bombenkanone durch den französischen Oberst Paixhans 
im Jahre 1822, welche eiserne Hohlkugeln von 20 bis 25 ein Durchmesser schoß, die in 
ihrem Hohlraum etwas über 1 kg Pulver enthielten, wurde den hölzernen Linienschiffen 
verhängnisvoll. Diese Bomben oder Granaten rissen, wenn sie den Schiffsrumpf in der 
Nähe der Wasserlinie trafen und dann krepierten, gewaltige unregelmäßige Löcher in die 
Schiffswand, welche sich nur selten verstopfen ließen und demnach ein Sinken des Schiffes 
zur Folge hatten. Auch verursachten die krepierten Granaten einen Brand im Inneren 
des Schiffes, welcher meist verhängnisvolle Folgen hatte. Diese Wirkung der Bomben 
oder Granaten zeigte sich zuerst im Jahre 1849 in dem Gefecht von Eckernförde, in 
welchem durch sechs nassauische Geschütze ein dänisches Linienschiff und eine dänische 
Fregatte kampfunfähig gemacht wurden. Doch erst die Vernichtung der türkischen Flotte 
bei Sinope im Jahre 1853 durch die russischen Granaten, welchen die Türken nur ge 
wöhnliche Kugeln entgegenzusetzen hatten, sowie die bedeutenden Schäden, welche die 
verbündete englisch-französische Flotte im Krimkriege durch die Granaten der russischen 
Strandbatterien zu erleiden hatte, veranlaßte die Verbündeten zum Bau gepanzerter, 
schwimmender Batterien, von denen die französischen noch bei der Beschießung von Kinburn 
im Oktober 1855 mit Erfolg in Thätigkeit traten. Die Voll- und Hohlgeschosse, welche 
die Russen auf diese Batterien abfeuerten, zerschellten an den 110 mm starken eisernen 
Schiffswänden und blieben wirkungslos. Diese Erfolge der gepanzerten Batterien führten 
dann in Frankreich 1858 und bald darauf in England 1861 zum Bau von seefähigen 
Panzerschiffen, und nun entwickelte sich zwischen Schiffsgeschütz und Panzer ein heftiger 
Kamps, welcher in Zukunft die Grundlage bilden sollte für die weitere Entwickelung der 
Schiffsartillerie. 
Um die Durchschlagskraft der Geschütze zur Durchdringung des Panzers zu erhöhen, 
ging man alsbald zum Bau von gezogenen Rohren über, welche Langgeschosse 
feuerten, die sich zur Bekämpfung des Panzers besser eigneten. Der von den Amerikanern 
anfänglich verfolgte Grundsatz, den Panzer durch das Anftrcffen möglichst schwerer Rund- 
geschosse, die ans glatten gußeisernen Rohren unter Anwendung großer Ladungen grob 
körnigen Pulvers gefeuert wurden, zu erschüttern und dementsprechend zu Bruch zu 
bringen, fand keine Nachahmung und wurde auch später von den Amerikanern aufgegeben. 
Es wurden zu diesem Zweck von Rodman Geschütze bis zu 50 ran Kaliber und 57 t Rohr 
gewicht gegossen, welche bei 50 kg Ladung ein Geschoß von 500 kg feuerten. 
Die Franzosen begannen zuerst mit dem Bau gezogener Geschützrohre, indem sie die 
alten gußeisernen Rohre mit Zügen versahen, durch schmiedeeiserne Ringe verstärkten und 
de» in Amerika erprobten Schraubenverschluß annahmen. Später wurden die alten guß 
eisernen Rohre innen durch ein stählernes Seelenrohr, sowie außen durch stählerne Be 
ringungen verstärkt, da das Gußeisen sich für die Züge zu weich zeigte und man Bedacht 
nehmen mußte, das gußeiserne Rohr von dem plötzlich auftretenden Gasdruck zu entlasten. 
Auch zeigten die gußeisernen Rohre meist von den Schildzapfen nach hinten Riffe. 
Die Engländer setzten diesen Rohren das Lancaster-Geschütz mit glatter, aber 
spiralförmig gewundener Bohrung von elliptischem Querschnitt entgegen, und bald folgte 
Armstrong mit seinem gezogenen Hinterladegeschütz mit Bleimantelgeschossen. Dasselbe 
bestand ans einem gußstählernen Kernrohr — A-Rohr — welches hinten durch ein massiv 
geschmiedetes Hinterstück, vorn durch das L-Rohr und in der Mitte sowie um das Hinter-
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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