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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

84 
Die Eisenbahnen. 
V. Australien. 
Sätiber: j Beiriebsliinge der Eisenbahnen 
Name 
Flächengröße 
Bevölkerungszahl 
tnsgelamt 
aus je 
100 qkm I 10 000 Etn- 
^ 1 wobner 
Neuseeland 
271 000 
714 000 
3 528 
1,3 
49,8 
Viktoria 
229 000 
1 175 000 
5 035 
2,2 
43,0 
Neu-Südwales 
799 000 
1 298 000 
4 383 
0,5 
33,9 
Süd-Australien 
2 841 600 
360 000 
3 038 
O.i 
84,3 
Queensland 
1 731 400 
472 000 
3 934 
0,2 
83,7 
Tasmanien 
67 900 
166 000 
764 
i,i 
47,9 
West-Australien 
2 527 300 
138 000 
2190 
0,0 
158,7 
Hawai 
17 700 
109 000 
142 
0,8 
12,9 
Zusammen 
7 984 900 
4 432 000 
23 014 
0,2 
51,9 
Man ersieht aus dieser Zusammenstellung, wie ungleich die Eisenbahnen verteilt 
sind. Nach dem bekannten Ausspruche James Watts, des Erfinders der Dampfmaschine, 
ist die Straßenkarte eines Landes das Spiegelbild seiner Wohlfahrt. Heute können wir 
sagen, die Eisenbahnkarte eines Volkes ist das Spiegelbild seiner Wohlfahrt und ein Maß 
stab nicht nur seines Handels und Gewerbelebens, sondern im allgemeinen auch seines Kultur 
standes. So steht in obiger Übersicht das industriereiche Belgien mit seinem blühenden 
Handel und Verkehre obenan. Auf je 100 qkm seiner Fläche weist es 20 km Eisenbahnen 
auf. Ihm kommt Sachsen mit 18,s km Bahnlänge nahe, während England unter dem Ein 
flüsse des zurückgebliebenen Irlands es auf 10,s km, Deutschland auf 8,9 km u. s. w. bringt. 
Im Gegensatze hierzu steht Österreich-Ungarn mit nur 5,o km, Rußland gar mit 0,7 km aus 
je 100 qkm seiner Bodenausdehnung. Die Länder der anderen Erdteile zeigen sämtlich 
verhältnismäßig niedrige Werte. Selbst in den Deutschland au Größe vierzehnmal über 
treffenden Vereinigten Staaten von Amerika finden wir nur 3,8 km. Freilich ist Nord 
amerika ein kräftig aufstrebendes und noch in der Entwickelung begriffenes Land, dessen 
gesamte wirtschaftliche Verhältnisse, besonders jetzt nach dem erfolgreichen Kriege mit 
Spanien, blühenden Aufschwung nehmen werden. In wenigen Jahrzehnten wird jene 
Zahl von 3,8 km weit überholt sein, während andererseits die bereits hochentwickelten 
Staaten Europas schon jetzt ein sehr vollkommenes Eisenbahnnetz aufweisen und nur noch 
verhältnismäßig geringe Längenvermehrung erfahren werden. Ebenso werden zahlreiche 
andere Länder, die gegenwärtig noch ungenügend erschlossen sind, demnächst eine lebhafte 
Thätigkeit ans dem Gebiete des Bahnbaues entfalten. 
Die Zahl der Bahnkilometer, die auf die Flächeneinheit entfallen, liefert nun aber 
für sich allein noch kein richtiges Bild, es muß auch die Bevölkerungszahl in Betracht 
gezogen werden. Nach dieser Richtung hin gibt die obige Übersicht und zwar in ihrer 
letzten Reihe bemerkenswerten Aufschluß. So zeigt Westaustralien 158,7 km Eisenbahnen 
auf je 10 000 seiner Einwohner, die Vereinigten Staaten von Nordamerika 42,2 km, 
Deutschland 9,2 km u. s. w. Je dünner das Land bevölkert ist, desto größer erscheint die 
Eisenbahnlänge, desto mehr also ist im Verhältnisse zur Bevölkeruugszahl die Schienen 
straße hier schon entwickelt, desto weniger allerdings das Land in seiner wirtschaftlichen 
Allgemeinheit. Wie schnell das Wachstum der Eisenbahnen in einem Lande letzterer Art 
in unserer Zeit vor sich gehen kann, zeigt besonders Australien. Während das Bahnnetz 
Europas in den letzten zweiundzwanzig Jahren — bezogen auf je 10 000 Einwohner — 
sich nur um 6O°/ 0 vergrößerte, war dies in den australischen Kolonien um 737 °/ 0 der 
Fall, wie folgende Zusammenstellung besagt. Auf je 10 000 Einwohner entfielen km 
Eisenbahnen: 1875 1885 1897 Zunahme in 
seil 1875 
Europa . . .4,3 km 5,8 km 6,9 km 60 °/ 0 
Australien . . 6,2 „ 29,5 „ 51,9 „ 737 °/ 0 
Einen sehr zuverlässigen Maßstab sowohl für die Dichtigkeit des Verkehres und das 
Blühen der Gewerbe als auch für die Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen bietet die Zahl 
der Betriebsmittel, mit denen die letzteren ausgerüstet sind. Je mehr Handel und Gewerbe
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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