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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Getreidebau und Viehzucht. 909 
and Ranch Cattle Area“ *) bekannten Grasländereien sich selbst seinen Unterhaltlsichern 
muß, sind die Gestehungskosten äußerst niedrig. Sie werden für ein zum Austrieb auf 
den Märkten geeignetes vierjähriges Rind mit 4 bis 5 Dollar angegeben. Der wichtigste 
Markt ist der von Chicago. Ungeheure Viehhöfe und Schlachthäuser nehmen hier das 
von allen Seiten herbeigetriebene Vieh auf. Das Fleisch der geschlachteten Rinder wird 
teils frisch nach den Städten der Union versendet, teils zu Büchsen- oder Pökelfleisch ver 
arbeitet oder in gefrorenem Zustande zur Ausfuhr nach Europa gebracht. In gleichem 
Umfange wird die Schweineschlächterei betrieben. Auch lebendes Vieh geht von den Ver 
einigten Staaten und von Kanada in Menge nach England. Neben Nordamerika sind 
die La Plata-Staaten Hauptlieferanten für den englischen Markt. Auf den ungeheuren 
Ebenen Argentiniens und Uruguays hat sich das von den Spaniern eingeführte Vieh in 
halbwildem Zustande zu riesigen Herden vermehrt. Lange Zeit fanden bloß Häute und 
Hörner der Tiere für die Ausfuhr Verwendung. Dann schritt man zur Herstellung von 
Tassajo (gedörrtem Fleisch) für die Ausfuhr nach anderen Staaten Südamerikas und zur 
Fabrikation von Fleischextrakt; in neuester Zeit geht bereits lebendes Vieh und gefrorenes 
Fleisch nach England. In Australien ist namentlich die Schafzucht und die Ausfuhr ge 
frorenen Hammelfleisches von Bedeutung. 
Über den Viehstand der wichtigsten Länder gibt auf Grund der jüngsten Zählungen 
folgende Zusammenstellung Aufschluß: 
Land 
Rm! 
Tausende 
Stück 
)vieh 
auf 100 
Einw. 
Schafe 
Tausende auf 100 
Stück Einw. 
Schl 
Tausende 
Stück 
oeine 
auf 100 
Einw. 
Deutsches Reich 
17 555 
66,5 
13 589 
27,6 
12174 
24,8 
Belgien 
1 383 
25,1 
365 
6,6 
646 
11,7 
Dänemark 
1 433 
67 
1 304 
59,7 
771 
35,3 
Frankreich 
13 364 
34,9 
21505 
56,1 
6 337 
16,6 
Großbritannien .... 
11 208 
29,6 
31 775 
83,9 
3 278 
8,7 
Italien 
4 783 
16,8 
8 596 
30,2 
1 164 
4,1 
Niederlande 
1 513 
34,0 
811 
18,0 
577 
12,1 
Österreich 
8 644 
36,2 
3 187 
13,3 
3 550 
14,9 
Ungarn 
4 879 
33,8 
10 595 
73.4 
4 804 
33,3 
Rumänien 
2 520 
50 
5 002 
99,3 
926 
18,4 
Rußland 
27 623 
30,6 
48 220 
52,9 
10 742 
11,8 
Schweden 
1920 
40 
1 345 
28 
655 
13,6 
Norwegen 
1 004 
50,6 
1412 
71 
121 
6,1 
Schweiz 
1 213 
42,8 
342 
12,1 
395 
14 
Vereinigte Staaten. . . . 
53 091 
84,8 
45 048 
71,9 
45 206 
72,2 
Buenos Ayres 
8 557 
1 118,2 
51 239 
6 695,9 
205 
26,8 
Australien 
11 819 
310,9 
124 287 
3 269,3 
1068 
28,1 
Serbien 
911 
39,4 
3 051 
132,1 
895 
38,7 
Ähnlich wie mit Fleisch geht es mit anderen tierischen Produkten. Die 
australische und die Capwolle hat die Wollproduktion Europas unlohnend gemacht 
und langsam vernichtet. Der heutige Markt wird beherrscht von der Zufuhr aus Süd 
amerika und Indien und selbst in Molkereierzeugnissen beginnt die überseeische Zu 
fuhr sich fühlbar zu machen. Im Jahre 1890 umfaßte die Ausfuhr Neuseelands 
3,8 Millionen Pfund Butter und 3,7 Millionen Pfund Käse, jene Kanadas 8,4 Millionen 
Pfund Käse. 
Naturgemäß übt diese gesteigerte Konkurrenz der unter günstigeren Bedingungen 
produzierenden überseeischen Landwirtschaft einen starken Druck auf den Preis der euro 
päischen Märkte aus. Am stärksten wurde er in dem freihändlerischen England fühlbar, 
das bloß die Einfuhr lebenden Viehs durch das Gebot der Schlachtung am Einfuhrhafen 
einigermaßen beschränkt und keinerlei Zoll von Lebensmitteln erhebt. Hier ist der 
*) Range Cattle, Vieh auf öffentlichen Ländereien, dessen Eigentümer bloß aus dem Brand- 
zeichen erkennbar ist; Ranch Cattle, Vieh, das auf ungehcgten, im Einzeleigcntum stehenden 
Weideplätzen gehalten wird.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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