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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

910 
Die Weltwirtschaft. 
Weizenpreis von 83 sh 11 d für das Quarter im Durchschnitt der Jahre 1801 bis 
1810 auf 31 sll 11 d im Jahre 1890 gesunken, was einem Preis von 143,s Mark für 
die Tonne entspricht. Im Jahre 1895 fiel er sogar ans 108 Mark für die Tonne. 
Auch in den übrigen Getreidesorten trat ein wenngleich geringer Rückgang der Preise ein, 
und seit 1883 sind auch die Viehpreise erheblich gefallen. Ans den festländischen 
Märkten sind die Preise im allgemeinen der Bewegung des Londoner Marktes gefolgt, 
wenngleich sie um den Betrag der jeweils eingehobenen Zölle höher sind. Einen Maß 
stab für die Preisbewegung in Deutschland bildet folgende Übersicht-über die Getreide 
preise in Berlin. Hier betrug der Durchschnittspreis in Mark für: 
Jahr 
Weizen 
Roggen 
Gerste 
Hasrr 
1651—1700 
74,50 
53,40 
54,84 
52,94 
1701 — 1750 
84,70 
62,72 
52,92 
52,52 
1751 — 1800 
125,82 
101,42 
108,40 
96,50 
1801—1850 
185,80 
136,00 
127,20 
136,60 
1851 — 1880 
211,00 
161,40 
153,60 
155,20 
1881 — 1890 
176,20 
146,00 
152,80 
144,40 
1891 
224,21 
211,23 
153,8 
165,83 
1892 
176,41 
176,84 
148,2 
149,44 
1898 
151,34 
133,85 
136,5 
157,02 
1894 
136,18 
117,75 
123,8 
131,28 
1895 
142,5 
119,8 
116,2 
121,4 
1896 
156,2 
118,8 
129,2 
124,7 
Bei den Zahlen aus älterer Zeit wird mau den höheren Geldwert wohl berücksichtigen 
müssen. Doch zeigt die Zusammenstellung klar die Steigerung der Getreidepreise, so lange 
der Bedarf das Angebot überwog, und ihren scharfen Rückgang, seit die Konkurrenz der 
jungen Kulturländer entfernter Erdstriche voll einsetzt, also etwa seit 1880. 
Das Sinken der Getreidepreise war für die Landwirtschaft um so empfindlicher, als 
gleichzeitig infolge der bestehenden Überproduktion auch die Preise für Spiritus, durch 
dessen Erzeugung man eine bessere Verwertung für das Bodenprodnkt gesucht hatte, und 
für Zucker um rund 60% zurückgingen und die Wollen- und Rapspreise infolge der 
Konkurrenz der überseeischen Wolle, des Petroleums und der verschiedenen tropischen 
Öle um einen ähnlichen Betrag fielen. Eine günstige Entwickelung haben nur die Preise 
für tierische Erzeugnisse genommen, zum großen Teile infolge veterinär-polizei 
licher Einfuhrsverbote für ausländisches Vieh und Fleisch. Die Preise für geschlachtetes 
Vieh stellten sich auf dem Berliner Markte für 100 kg in Mark: 
Jahr 
Rinder 
Fleischgewicht 
Ila 
Lurchschnittspreis 
Schweine 
Lebendgewicht 
II A 
höchster Preis 
Kälber 
Fleischgewicht 
Ia 
niedrigster Preis 
Hammel 
Fleischgewicht 
Ia 
Durchschnittspreis 
1882 
97,9 
108,2 
108,1 
106,9 
1886 
98,5 
94,2 
86,5 
92,7 
1890 
100,9 
115,7 
103,2 
106,8 
1894 
109,8 
101,8 
99,1 
96,3 
1895 
109,7 
90,1 
104,0 
100,9 
1896 
103,4 
86,2 
99,4 
94,6 
Das Ergebnis der Entwickelung ist somit auf allen wichtigen Märkten Europas 
ein seit den 70er Jahren anhaltender allgemeiner und starker Preisrückgang der 
wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse, der für die Ertragsfähigkeit unserer 
Landwirtschaft um so schwerer ins Gewicht fällt, als gleichzeitig ihre Produktionskosten 
durch die gestiegenen Arbeitslöhne eine Erhöhung erfuhren. Außerdem haben viele 
Wirtschaftsbesitzer in der dem Auftreten der überseeischen Konkurrenz vorangegangenen, 
bei dem gesteigerten Bedarf für die europäische Landwirtschaft außerordentlich günstigen 
Periode beim Erwerb ihrer Wirtschaften Boden- oder Pachtpreise gewährt, die sich
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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