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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Geldmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

130 
II. Oer Geldmarkt. 
fiten in Anlagewerte umzuwandeln, indem sie Emissionen von Wertpa 
pieren vornehmen und sie bei ihren Runden unterbringen. Im Interesse 
des Emissionsgeschäftes ist billiger Lffektenkredit und niedriger Privatsatz 
erforderlich, welch letzterer sich auch als Kolge der Verwendungspflicht 
ergibt. Darin liegt die Lösung des Problems, daß die Kreditbanken 
in vepressionszeiten sich mit besonders niedrigem Privatsatz begnügen, 
während man doch aus der Verzinsungspflicht für die fremden Gelder, 
dem hohen Eigenkapital und dem Kehlen einer Hemmung des privaten 
Gewinninteresses durch staatlichen Einfluß auf das Gegenteil zu schließen 
geneigt wäre. Wie wir früher ausführten, ist die Ansicht weit verbreitet, 
daß die Notenbanken im Interesse der starken Notenemission niedrigen 
Zins begünstigen, und sie hat in der Gesetzgebung mehrfach Nieder 
schlag gefunden. Käst ebenso einstimmig glaubt aber die Literatur ein 
Interesse der Kreditbanken an hohem Zins feststellen zu können, und 
eifrige Verteidiger der Kreditbankpolitik wissen darauf nur zu erwidern, 
daß diese Tendenz nicht in allen Källen zum Durchbruch kommt. Die 
Krage ist aber bisher nicht aufgerollt worden, wie denn, wenn diese 
beiden Keststellungen zutreffen, der Kampf der Notenbanken gegen die 
zeitweise zu niedrigen Geldmarktsätze der Kreditbanken zu erklären sei. 
3. Entscheidend für die Liquidität der Notenbank ist das Verhält 
nis zwischen Nketallbestand und Notenumlauf,- der Nketall- 
bestand hängt von der Zahlungsbilanz und der Umlaufsmittelorganisation 
ab undist nicht beliebig und vor allem nicht rasch vermehrbar. OieNoten- 
bank muß daher sich eine Goldreserve zu schaffen trachten, die groß genug 
ist, um nach Bestreitung der Goldzirkulations- und Goldzahlungs 
ansprüche für den ausländischen Bedarf am Höhepunkt einer kon- 
junktur und zur angespanntesten Jahreszeit eine genügende Grundlage 
für den um diese Zeit sehr erweiterten Notenumlauf zu bieten. Eine 
Zurückdämmung der Notenzirkulation ist aber fast unmöglich. Die 
Neichsbank oder die Desterreichisch-Ungarische Bank betreiben zum 
Beispiel in weitaus vorherrschender Weise den Wechselkredit,- mit 
dem Fortschreiten der Konjunktur ist es ihnen nicht möglich ganze 
Gruppen von Konten abzustoßen, um die Inanspruchnahme zu ver 
ringern, da der Bedarf an Betriebskredit zunimmt. Nur zum geringeren 
Teil Lenkerin der Bewegungen von Nketallbestand und Notenumlauf 
muß die Notenbank eine langsichtige Diskontpolitik treiben, die die 
Rücksicht auf die Höchstanspannung nicht aus dem Auge läßt. 
Kür die Bewegungsfähigkeit der Kreditbanken dagegen ist oas 
Verhältnis zwischen Zufluß von Depositen und Kreditoren und Unter 
bringung von Akzepten zur Kreditinanspruchnahme entscheidend.
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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