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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Geldmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

136 
II. Der Geldmarkt. 
die kontinentalen Notenbanken auf die noch in dem sechsten Jahrzehnt 
des vorigen Jahrhunderts übliche Praxis der Diskontverkürzung in 
Rrisenzeiten verzichtet aus der Erkenntnis heraus, daß derartiges vor 
gehen die Panik verschärft. In der Gegenwart wird von ihnen die 
entgegengesetzte Politik gefordert, die Erweiterung der Rreditgewäh- 
rung. Venn wenn die Rreditbanken ihre Netallreserve erschöpft und 
mit der Ründigung der Effektenkredite den Punkt erreicht haben, von 
dem aus eine weitere Abstoßung den Zusammenbruch des Effekten 
marktes herbeiführen müßte, bleibt nur die Inanspruchnahme der 
Notenbank als letzte Naßnahme übrig, wenn eine einschneidende Rredit- 
verminderung vermieden werden soll. Ls werfen sich hier die Fragen 
auf, ob die Notenbanken nach ihrer Organisation zur Hilfeleistung 
geeignet sind und ob sie über die dazu erforderliche Nraft verfügen. 
Für die Beantwortung der ersten Frage ist die Art des Geschäfts 
betriebs der Notenbank entscheidend: die Bank kann auch in Panik 
zeiten nur Nredit in jener Art gewähren, wie sie dies in ruhigen Tagen 
zu tun pflegt. Sie kann mit um so größerer Sicherheit die Gewährung 
von Wechsel- und Effektenkredit ausdehnen, je größer ihre Firmen 
kenntnis, je sicherer die Beurteilung der Effektenbewegungen ist. Je 
mehr daher die Notenbank in normalen Zeiten im Narkt steht, um 
so leichter wird es ihr sein, ohne eigene Gefahr bei Paniken einzu 
greifen. Oie kontinentalen Institute pflegen darum in ihren zahlreichen 
Filialen ein ausgebreitetes Nreditgeschäft und suchen durch umfangreiche 
Diskontierung kleiner Wechsel (Frankreich), Stützung der Privatbankiers 
und Genossenschaften ihre Unabhängigkeit von den großen Aktien 
kreditbanken zu sichern. Die Reichsbank ist einen Schritt weiter ge 
gangen: sie beschränkt sich nicht auf die Rediskontierung, sondern dis 
kontiert direkt im Wettbewerb mit den andern Banken. Dadurch wird 
freilich gründliche Narktkenntnis gesichert — aber die Notenbank steht 
dann nicht über der Wirtschaft, sondern in der Wirtschaft. Bei rascher 
Entwicklung der Nonjunktur wächst die Inanspruchnahme aus dem 
Eigengeschüft stark an, so daß die Zentralbank in ihrer Bewegungs 
freiheit andern Rreditbanken gegenüber leicht behindert werden kann. 
Oie Bank von England geht einen andern weg: sie hat wenig 
Filialen und pflegt in geringem Naß direkten Rundenverkehr. Ihre 
Hauptbeziehung sind die brokers, und die Verbindung mit ihnen erfolgt 
nur wegen der sich dadurch bietenden Nöglichkeit rascher Zurückziehung 
der Rredite. Oer broker ist darauf vorbereitet im Notfall seine Ver 
pflichtungen in kurzer Frist glattzustellen und sein Dazwischentreten 
läßt ein eigentliches Rundenverhältnis zwischen der Bank und den
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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