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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[I.]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

3. Das Ligenkapital der Banken. 
7 
Die Zurückhaltung gegenüber der Heranziehung neuen Ligen 
kapitals hat zu drei verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Ge 
sichtspunkten aus scharfe Kritik erfahren. 
Zn Frankreich forderte eine starke Partei nach der Krise von 1863 
Erhöhung des Aktienkapitals der Bank von Frankreich, um dadurch 
die Mittel zu erweiterter Diskontierung zu gewinnen- die Vertreter 
der Bank erwiderten darauf mit Recht, daß die Grenze für die wech- 
feldisk mtierung durch Besitz von Ligenkapital nicht weit hinausge 
schoben werden könnte; die Erhöhung mag zuzüglich des Agio 30 bis 
40 Millionen Francs betragen—Mehrdiskontierungen innerhalb dieser 
Grenzen würden aber bei starker Konjunktur nicht viel nützen, es handle 
sich vor allem darum, die Möglichkeit erhöhter Notenemission zu schaffen. 
Gleichfalls nach einer Periode sehr teuren Geldes wurde in der 
deutschen Bankenquete von 1909 die Frage der Rapitalserhöhung 
der Notenbank zur Diskussion gestellt,- die Befürworter dieser Maßnahme 
gingen von zwei verschiedenen Argumenten aus: Die einen wollten 
der Reichsbonk erhöhte Mittel für jene Geschäftszweige geben, die 
nicht Notendeckungsgrundlage bilden. Da die Reichsbank nur auf 
Basis von Ivechselkrediten Noten ausgeben darf, sollte das Rapital 
vergrößert werden, um mehr Raum für Lombarddarlehen und Land 
wirtschaftswechsel zu schaffen, welche nach der Laufzeit von drei Mo 
naten prolongiert werden müssen; aber an Mitteln für diese Anlagen 
(von den Prolongationswechseln abgesehen, die in das Portefeuille der 
Notenbank nicht gehören) hat es der Reichsbank nie gefehlt, das Dspo- 
fitengeschäft liefert sie in genügendem Maß. von anderer Seite wurde 
Rapitalerhöhung zur Stärkung des Goldbestandes verlangt. Aber dieses 
Ziel läßt sich einfacher und billiger als durch Rapitalerhöhung durch 
Heranziehung von Depositen erreichen; aus dividendenberechtigtem 
Aktienkapital eine zinslose Goldreserve zu schaffen, läßt sich nur dann 
rechtfertigen, wenn man dieses Ziel in keiner andern weise erreichen 
kann. 
Zn England steuert eine unter den Bankpraktikern der dity sehr 
stark vertretene Partei in ähnliche Richtung: sie verlangt, daß der 
Staat seine Schuld an die Lank von England zurückzahlt, damit diese 
mit dem freigewordenen Aktienkapital ihre Goldreserve stärken könnte; 
hier handelt es sich im Gegensatz zu den französischen und deutschen 
Vorschlägen um eine hohe Summe, rund 11 Millionen Pfund: aber 
auch da ergibt sich die Frage, wer den sehr beträchtlichen Zinsausfall 
tragen solle, und da sich bisher niemand dazu verstehen wollte, ist die 
Anregung über das Diskussionsstadium nicht hinausgekommen.
	        

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Die Deutschen Getreidezölle. Verlag von Leonhard Simion Nf., 1911.
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