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Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Geldmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in die Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

86 
Die Unternehmung. 
ein paar Aktien von jooo Mark von einem Unternehmen hat, 
das mit 30 Millionen arbeitet? Für die Geldanlage hat das 
Aktienwesen einen entscheidenden Vorzug. Wer Inhaber oder 
Teilhaber eines Geschäftes ist, setzt sein ganzes Glück aus eine 
Karte; mit dem Schicksal des Geschäfts ist das seinige verknüpft. 
Anders wenn dasselbe Kapital, das hier in eine m Unter 
nehmen festliegt, in Aktien verschiedener Unternehmungen, an 
gelegt wird: das Risiko verteilt sich; geht die eine Fabrik, an der 
der Aktionär beteiligt ist, schlecht, so geht die andere dafür viel 
leicht um so besser. Bietet so die Aktiengesellschaft dem bloßen 
Kapitalbesitzer ohne Unternehmungsgeist und Fähigkeit, selbst ein 
Geschäft zu führen, große vorteile, so gewinnt bei dieser Ord 
nung der Dinge auch derjenige, der nichts hat als seinen Hellen 
Kops und Geschäftsgewandtheit. Auch der Besitzlose, wenn er 
nur die nötigen geschäftlichen Fähigkeiten besitzt, hat so die Mög 
lichkeit, an die Spitze eines großen Unternehmens als Direktor 
zu kommen, und gerade das reizt jetzt vielfach die fähigsten 
Köpfe, zur Industrie oder zum Bankwesen zu gehen. Sind doch 
in den letzten Jahren so viel höhere Staatsbeamte zur Industrie 
übergetreten, daß man geradezu von einer Flucht aus dem Staats 
dienste sprechen konnte. 
So erfreut sich denn die Aktiengesellschaft einer immer steigen 
den Beliebtheit, jsso gab es in Deutschland 38 gewerbliche 
Aktiengesellschaften mit 255 Millionen Kapital. In bent einen 
Jahre I9U sind in Deutschland *69 neue Aktiengesellschaften 
mit einem Kapital von 256 Millionen Mark gegründet worden; 
im Jahre 1399 waren es gar 36q. mit 344 Millionen. 
. In Deutschland bestanden Ende 1914 insgesamt 4798 Lrwerbs- 
aktiengesellschaften, die zusammen an nominellem Aktienkapital, 
also abgesehen von Reserven und ihnen sonst zur Verfügung ge 
stelltem Gelhe, über nicht weniger als rund *6 Milliarden Mark 
verfügten. Zwei Drittel dieses Gesamtkapitals war in den 
thänden der größeren Aktiengesellschaften mit mehr als 2 Mil 
lionen Mark als Kapital. 
Neben der Aktiengesellschaft hat sich in Deutschland in unserer 
Zeit noch eine zweite Unternehmungssorm steigender Beachtung 
zu erfreuen, die Gesellschaft mit beschränkter lisaf- 
1 u n g. In gewisser Weise vereinigt sie — bei mancherlei Nach 
teilen — die Vorzüge der Aktiengesellschaft mit denen der 
Einzelunternehmung; sie beschränkt, wie die Aktiengesellschaft, das
	        

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Einführung in Die Volkswirtschaftslehre. Verlag von Quelle & Meyer, 1920.
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