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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

188 
III. Der Kapitalmarkt. 
frage aus den Erwägungen der Bankleitung fast vollständig aus. Oie 
Bank hat z. B. Kreöite auf 50 Jahre mit einer bestimmten jährlichen 
Tilgungsquote gewährt und sie emittiert zur Oeckung derselben Pfand 
briefe mit gleicher Laufzeit und gleicher Tilgungsquote. Auch wenn 
ein beliehenes Gbjekt zur Versteigerung kommt, benötigt die Hypotheken-' 
bank zu seiner eventuellen Erwerbung, von Rosten abgesehen, keine 
neuen Mittel. Vas Geschäft selbst wickelt sich schematisch ab: Oie Schät 
zung des Dbjekts nach Ertrags- und verkaufswert vollzieht sich nach 
festen Grundsätzen, die Aufgabe der Lankleitung ist auf die Auswahl 
der zu belehnenden Dbjekte, die Rontrole der Schätzung und die Sorge 
für die Unterbringung und den Rurs der Pfandbriefe beschränkt. Oie 
Auswahl der Dbjekte geschieht nach althergebrachten Grundsätzen — 
Bevorzugung der irrt Zentrum der Städte gelegenen Grundstücke, jedoch 
nicht ausschließliche Ronzentrierung der Oarlehen auf einen einzigen 
Stadtteil, auf dem Land nicht ausschließliche Ronzentrierung auf eine 
einzige Betriebsform —; von der Gewissenhaftigkeit der Schätzung 
hängt das Schicksal der Hypothekenbank ab, die Erfahrungen des letzten 
Jahrzehnts haben zur Genüge gezeigt, daß statutarische und gesetzliche 
Begrenzung auf 50, 60 oder66%% des Dbjektwerts bei unvorsichtiger 
Direktion ohne lvert ist. Oie Verlockung zu „Schorn steinhgpotheken" 
ist in jenen Zeiten besonders groß, in welchen die Nachfrage nach hg- 
pothekarkredit hinter dem Angebot lange Zeit zurückbleibt, zumal infolge 
der Art der Rapitalbeschaffung die Gefahr nahe liegt den Wettbewerb 
auf das Gebiet der Belehnungshöhe zu konzentrieren. Oer Unterschied 
im Pfandbriefkurs der einzelnen Institute ist im allgemeinen nicht so 
bedeutsam, daß er bei den Rreditkonditionen eine entscheidende Rolle 
besitzen könnte, die Ronkurrenz unter den Pfandbriefinstituten spielt 
sich daher größtenteils um die höhe des Betrages ab,' fast in noch stär 
kerem Grad kommt dieses Moment in der Ronkurrenz zwischen den 
Pfandbriefinstituten auf der einen, den Sparkassen und Versicherungs 
gesellschaften auf der andern Seite zur Geltung, da diese Institute ihre 
Betriebsmittel billiger beschaffen und die Pfandbriefbanken daher viel 
fach nur durch höheren Leihbetrag sich einen Vorsprung sichern können. 
Oie Ronsequenzen dieser Situation haben sich mehrfach gezeigt — in 
Oesterreich in der Rrise von 1873, imveutschen Reich in der Krise mehrerer 
Hypothekenbanken zu Beginn unseres Jahrhunderts, Vorgänge, die 
zur österreichischen und zur deutschen hgpothekengesetzgebung geführt 
haben und deren Erinnerung noch in der Gegenwart mi wirkt, die Ver 
leihung der Münüelsicherheit an die Pfandbriefe in Preußen zu ver 
hindern. Aber die Gefahren, die sich für die Pfandbriefinstitute aus
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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