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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

53. Oie Stellung der Banken auf dem organisierten Kapitalmarkt. 227 
Das Rückströmen der im Ausland untergebrachten Effekten stellt 
sich bei Veränderung der Zinsspannung ein, wenn der ausländische 
Zins steigt oder der inländische sinkt. Nur der letztere Fall ermöglicht 
den Rückkauf im Ausland untergebrachter Werte infolge Napital- 
kräftigung der Volkswirtschaft. Zn gleichem Zinne wirkt sinkende Ren 
tabilität. wenn diese aber nicht durch überwiegendes Kapitalangebot, 
sondern durch Spekulation hervorgerufen wird, erfolgt ein Rückstrom 
der im Ausland untergebrachten Aktien, ohne daß das Mutterland 
hierfür die genügende Aufnahmsfähigkeit besitzt. Es ist Aufgabe der 
Banken in den Schuldnerstaaten, durch vorsichtige Rreditgewährung 
die Rentabilitätsgrenze ihrer Aktienwerts nicht unter das Niveau der 
Rentabilität in den kapitalgebenden Ländern heruntersinken zu lassen, 
um nicht den heimischen Kapitalmarkt zu großen Lasten auszusetzen. 
53. Die Stellung der Banken auf dem organisierten Kapitalmarkt. 
hinsichtlich des Verhältnisses zum Kapitalmarkt unterscheiden sich 
die englischen und ein Teil der amerikanischen Kreditbanken wesentlich 
von den kontinentalen Instituten. Bei den englischen Banken besteht 
zum organisierten Kapitalmarkt überhaupt nur Beziehung durch den 
Effektenkredit, d. h. die Banken gewähren dem Rentner wie dem Speku 
lanten Geldmarktkrsdit, ohne sich um die Art der Verwendung der Mittel 
zu kümmern. Auf dem Kontinent und bei den amerikanischen Kinanz- 
banken besteht aber eine enge Verbindung zwischen den Banken und dem 
Effektenmarkt, die aus drei Momenten hervorgegangen ist. 
1. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind auf dem Kontinent und 
in Amerika die größeren Emissionen von Bankiers geformt und über 
nommen worden. Der relativ geringe Kapitalreichtum des Kontinents 
zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte die Tätigkeit von Kinanzbanken 
erforderlich, die mit Ligenkapital und jenem ihrer Klientel in dem Zwi 
schenraum zwischen Uebernahme und Unterbringung der Emission ein 
setzen und den Erfolg der Anleihen garantieren konnten. Die kommis 
sionsweise Uebernahme neuer Werte hätte den Staaten das Risiko des 
Mißlingens auferlegt und die Zuführung der Mittel vielfach in nur langen 
Zwischenräumen gestattet. Darum ist das Konsortialgeschäft so alt wie 
die Emission. Da es starke Eigenmittel verlangt, sahen auch die Aktien 
banken der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, welche von ihren 
Vorgängern das Konsortialgeschäft übernahmen, sich veranlaßt, mit 
großem Aktienkapital zu arbeiten. 
2. Neben den Staatsgeschäften trat seit Mitte des vorigen Iahr- 
15 *
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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