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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

56. Die Emission. 
233 
Börse zu bringen, durch die Seltenheit des Materials eine Rursstei- 
gerung hervorzurufen und dann zu dem erhöhten Rurs den Restbetrag 
abzustoßen, ein Vorgehen, das in Zeiten heißer Spekulation sehr große 
Schädigung mit sich gebracht hat. 
Oie Hauptschwierigkeit der Emission liegt darin, ein starkes Paket 
bestimmter Werte an wenigen Tagen unterzubringen. Bei großen 
Emissionen können die hiefür nötigen Rapitalien nicht durch die Neu 
einnahmen der letzten Tage allein aufgebracht werden; die Unterbrin 
gung der Effekten kann, abgesehen von den gerade in diesen Tagen sich 
ergebenden neuen Einnahmen, auf dreierlei Weise erfolgen, 
durch Abhebung von Guthaben der Rapitalbesitzer bei der Bank, 
durch verkauf anderer weniger tragender Effekten oder 
durch Rauf mit Einschuß, wobei ein Teil des Wertes durch die Bank 
belehnt wird. 
Oie beiden ersten Zormen bedeuten verkauf „in die letzte Hand". 
Zeitlich konzentrierte, zur Anlage verfügbare Neueinnahmen bringen 
die Ruponzahlungstermine und darum sind diese für Emissionen be 
sonders geeignet. Oer Effektenkauf durch Abhebung von Guthaben 
vollzieht sich in den ersten Zähren der aufsteigenden Ronjunktur oder 
nach Zeiten schwerer politischer oder wirtschaftlicher Rrisen, während 
welcher große Beträge von Sparkapitalien den Banken als Einlage über 
geben wurden. Oer Lffektentausch durch verkauf weniger tragender 
Papiere schafft neuen Raum durch Rursdruck auf dem Gesamtmarkt,' 
er charakterisiert Epochen sinkender Rentenkurse. Beim Rauf mit Ein 
schuß endlich werden die Geldmarktmittel der Bank in den Oienst der 
Emission gestellt. Oie Banken besitzen die Möglichkeit, durch billigen 
Lffektenkredit, Bestimmung niedriger Reportsätze, die Emission zu er 
leichtern. Oer Lffektenkredit muß nicht allein zur Spekulation gegeben 
werden, er kann auch von jemand in Anspruch genommen werden, der 
augenblicklich nicht Rapital zur Verfügung hat, es aber im Laufe der 
nächsten Zeit zu erhalten hofft. Zn der überwiegenden Mehrzahl der Zälle 
ist er aber Spekulationskredit. Eine bestimmte Quote der Effekten muß 
immer schon der Marktbildung wegen an der Börse bleiben, darüber 
hinaus aber wird noch ein größerer Betrag von der Börse in Zeiten auf 
steigender Rurse aus spekulativen Gründen übernommen, bis sich ent 
weder aus den Rreisen des Publikums heraus Spekulanten finden, die 
der Börse die werte abnehmen, weil sie noch höhere Rurse erwarten, 
oder bis die Unterbringung in die letzte Hand gelungen ist. Zst der größte 
Teil des zu emittierenden Betrages von der Spekulation mit Hilfe von 
Bankgeld übernommen, so ist die Emission nicht geglückt und die Aktie
	        

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Tarifvertrag Für Die Kaufmännischen Angestellten in Den Berliner Buchbindereien. Paul, 1929.
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