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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

57. Die Funktionen der Börse auf dem Kapitalmarkt. 237 
schiebt der Börse Wirkungen zu, welche zum großen Teil auf andere 
Ursachen zurückgehen. Dahin gehört der so häufige Vorwurf unrich 
tiger Bewertungen und unrichtiger Schätzungen des künftigen Ertrags. 
Jede Schätzung künftigen Einkommens hat mit unsicheren Faktoren zu 
rechnen, und man müßte den Nachweis führen, daß eine andere Or 
ganisation als die Börse die Kalkulation besser treffen würde. Gewiß 
kann man heute den Wert der Aktie einer Gesellschaft, die doch nur ein 
spezielles genau zu übersehendes Gewerbe betreibt, besser schätzen, als 
ehedem den Wert der Aktie der Ostindischen Companie; aber die Risken- 
memente in unserer Volkswirtschaft sind doch immer sehr groß. Indu 
striezweige, die seit Generationen eingebürgert sind, sind wegen des 
schwankenden Ergebnisses der Rohproduktion großen Ertragsänderungen 
unterworfen z. B. die Baumwoll- oder die Gummiwarenindustrie. 
Wer sollte für Jahre hinaus die Baumwollernten und Baumwollpreise 
richtig abschätzen können, wer den dauernden Wert der Aktie einer Be 
leuchtungsfabrik beziffern, deren Geschäftsumfang eine heute noch im 
Kopf eines Erfinders schlummernde Idee so rasch einschränken könnte. 
Wie häufig wird der Eigentümer einer Fabrik von Umwälzungen über 
rascht, auf die er nicht vorbereitet war. Er selbst kann ungeachtet seiner 
genauen Kenntnis aller Details seiner Bilanz eine verläßliche Schätzung 
des Zukunftswertes seiner Fabrik kaum anstellen. Die Börse aber kennt 
den Wert eines Unternehmens natürlich noch weniger als der Eigen 
tümer, zumal in den Geschäftsberichten der Aktiengesellschaften gerade 
das Interessanteste nicht gesagt wird und es gewöhnlich geraume Zeit 
dauert, bis Mängel der technischen oder kommerziellen Organisation 
allgemein bekannt werden. Aber die Börse bietet doch wenigstens den 
großen Vorteil, daß eine große Zahl geschäftskundiger, kritischer und 
gut informierter Personen an dem Schätzungsprozeß beruflich teilnimmt. 
Auch der vielfach gemachte Vorwurf, daß sie die Besitzer kleiner 
vermögen zu Spekulationen über ihre Kräfte hinaus anreize und in 
vielen Fällen wirtschaftlichen Ruin oder zum mindesten Verlust müh 
sam erworbener Ersparnisse zur Folge habe, trifft nicht eigentlich die 
Börse. Die Spekulation der Besitzer kleiner Kapitalien vollzieht sich 
regulär nicht mit Ligenkapital sondern mit Hilfe von Effektenkredit, 
der direkt oder indirekt von den Banken gewährt wird. Die Kritik, 
die hier auftaucht, mutz beim Effektenkredit der Banken, nicht bei der 
Börse einsetzen. 
Ein Teil der Kritik geht somit an die unrichtige Adresse. Aber 
auch die gegenteilige Meinung die in der Börse nur einen örtlichen 
Markt oder ein Instrument sehen will, hat unrecht. Die Börse unter-
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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