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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

57. Oie Sanktionen der Börse auf dem Rapitalmarkt. 239 
Oie Anziehungskraft auf das Publikum wird aber erfahrungsge 
mäß nur dann geübt, wenn die Rurse gestiegen sind. Oie weitgehende 
Rurspublizität macht das Publikum auf die Rurssteigerung geradezu 
aufmerksam. Jene Börsenmitglieder, die sich ausschließlich auf das 
Effektenkommissiongeschäft beschränken, haben ein überwiegendes In 
teresse daran, eine Kufwärtsbewegung hervorzurufen, um das Publi 
kum für die Börse zu interessieren. Oie Börse arbeitet nicht regel 
mäßig, sondern stoßweise und darum muß eine Ronzentrierung der 
Emissionen jener Werte, welche in erster Linie aus das Börsenplacement 
angewiesen sind, in der Zeit der intensiven Hausse vorgenommen wer 
den. Oie Eignung der Werte in die Börsenbewegung eingezogen zu 
werden, wird durch drei Momente erhöht. 
1. Oem Handel muß ein großes Paket von Effekten zur Ver 
fügung stehen. Zn Werten kleineren Umfangs oder in Effekten, von 
denen der größte Teil in festen Händen bleibt, kann sich nicht leicht 
ein lebhafter Verkehr entwickeln. An allen Börsen ist ein Mindestnominal 
kapital als Bedingung der Zulassung erforderlich, dessen hohe mit der 
Große der Börse zunimmt. Aber auch von den notierten Werten ist 
nur ein Teil und zwar nur die größeren in lebhaftem Verkehr. Oie 
nicht im Terminhandel umgesetzten Effekten haben zumeist einen un 
verläßlichen und zu größeren Umsätzen wenig geeigneten Markt. Große 
Unternehmungen sind ihrem ganzen Wesen nach auch ungleich leichter 
geeignet, die Phantasie anzuregen, wegen der Art ihres Geschäfts 
betriebs auf einen ansehnlichen Rreis des Publikums zu wirken, 
da ihr Name leichter bekannt wird. Seit ihrem Bestehen haben die 
Effektenbörsen große Unternehmungen begünstigt und verglichen mit 
dem Wachstum des allgemeinen Rapitalreichtums, ist der Umfang der 
Gesellschaften die im Vordergrund der Börsebewegung stehen, eher 
kleiner als größer geworden. Ze weiter der Räufer vom Wirkungs 
gebiet des Unternehmens, dessen Werte er kauft, entfernt ist, desto 
großer muß das Rapital des Unternehmens sein. 
2. Ein Schwanken des Erträgnisses begünstigt den Börsenverkehr. 
Effekten mit stets gleichbleibendem Ertrag werden in die Rubrik der 
Zinswerte eingereiht und verlieren bald die Eignung der Anziehungs 
kraft auf das Publikum in der Haussezeit. 
3. Ein Effekt schmiegt sich der Börsebewegung umso leichter an, 
je mehr seine Ertragschwankungen die Wirkung der Gesamtkonjunktur 
des nationalen Wirtschaftslebens widerspiegeln. Oie Börse und ihr 
Publikum benötigen Standardpapiere, die man generell ohne nähere 
Renntnis der Verhältnisse kaufen kann, wenn man annimmt, daß die
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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