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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[IV.]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

282 
66. Staatliche Bankpolitik. 
und Anleihepolitik mutz für die Deckung der Erfordernisse sorgen. In 
Kriegszeit aber mögen beide als nicht ausreichend befunden werden. 
Die Steuerkraft der Bevölkerung wird durch den Krieg gemindert, und 
während seiner Dauer erhöhte Lasten aufzubürden, könnte wirtschaft 
lichen Notstand Hervorrufen. Anleihen sind nur bei zuversichtlicher 
Stimmung der Bevölkerung und vornehmlich bei Freiheit des Staats 
gebietes von feindlicher Invasion unterzubringen. 
Wohl in allen Reichen ist während des Krieges in direkter oder in 
versteckter Form der Zwangskurs nötig. Er enthebt die Notenbank 
von der Einlösungspflicht und ermöglicht ihr dadurch die Gewährung 
von Krediten, die auf längere Dauer, eventuell bis zum Friedensschluß, 
berechnet sind. Im Interesse der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit 
des Landes mutz aber jede Notenbank die baldige Beseitigung des 
Zwangskurses nach Ende des Krieges anstreben, und es liegt daher in 
ihrem Interesse, nur solche Kredite zu gewähren, deren Rückzahlung 
spätestens entweder während der Dauer des Krieges oder unmittelbar 
nach dessen Beendigung mit Sicherheit zu erwarten ist. Sie wird daher 
dem Staat Schatzscheinkredite gewähren können, die aus Anleihen wäh 
rend der Kriegszeit oder unmittelbar aus der Nriegsentschädigung zu 
rückzuzahlen sind. In eine schwierige Situation gerät aber die Notenbank 
in jenen Reichen, in denen eine Emission von Anleihen während des 
Krieges nicht möglich ist und die Ausgabe von Schatzscheinen eine höhe 
erreicht, die die Abtragung unmittelbar nach dem Kriege unwahr 
scheinlich oder unmöglich macht. Die autzerordentlich grotzen Ausgaben, 
welche die Kriege der Gegenwart erfordern, erscheinen geeignet, den 
Notenbanken jener besiegten Staaten, denen während des Krieges 
die Aufbringung von Anleihen nicht gelungen ist, Lasten aufzubürden, 
zu deren Abtragung vielleicht ein Nkenschenalter nötig sein wird. So 
manche europäische Notenbank wird nach dem gegenwärtigen Kriege 
von dem Schicksal der Finanzen ihres Staates abhängig werden. Traten 
auch die Notenbanken in der letzten Friedensgeneration in ihrer Be 
deutung für die Wirtschaft zurück, so haben sie doch jetzt in der Kriegs 
zeit, ungeachtet der starken Entfaltung der Wirtschaft, eine zentrale 
Stellung errungen, die über die Bedeutung der Gewährung kurzfristigen 
Kredits weit hinausgeht. Dieses Moment dürfte für die Staatspolitik 
gegenüber der Notenbank bestimmend werden. Die Entwicklung zur 
Unabhängigkeit der Notenbanken vom Staat, der Kreditbanken von der 
Notenbank wird wohl kaum ihre Fortsetzung finden.
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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