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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Geldmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

19. Begrenzung der Notenemission der Notenbank. 
67 
leiten in Gold zu halten — und sie war in der kurzen Zeit, die seither 
verstrichen war, zweimal der fast völligen Erschöpfung des Goldbe 
standes gegenübergestanden! sie hatte, kaum aus einer schweren Krise 
befreit, sich mit der Herabsetzung des Lombardsatzes nicht genug be 
eilen können. Ihre Verwaltung saß dem Committee gegenüber auf der 
Anklagebank und die Regierung Peels war zu einschneidenden Maß- 
nahmen entschlossen. 
Im Gegensatz zu einer vielfach verbreiteten Meinung haben die 
Ansichten, die sich damals die Geltung verschafften, weder mit der 
chuantitätstheorie noch mit den Anschauungen der englischen Klassiker 
der Nationalökonomie auch nur das geringste zu tun, sie standen aber 
auch in Gegensatz zu den Grundanschauungen des Liberalismus, ob 
wohl Peel der Führer der liberalen Partei in England war. Samuel 
Llogd, ein Londoner Bankier, der vor dem Committee sich am stärksten 
durchzusetzen wußte, wies mit Geringschätzung die Lehren der Na 
tionalökonomen einschließlich Adam Smith und mit noch größerer 
Verachtung die Ausführungen der liberalen Hauptorganisation, der 
durch Lodden vertretenen Handelskammer von Manchester zurück. 
Der Wert der Währung sollte nach seiner Ansicht nur nach der Pro 
duktion der Edelmetalle und nach den Umständen schwanken, welche 
die Verteilung der Quantitäten desselben auf die einzelnen Reiche 
bewirken. Dieses Ziel könnte nur durch Dirigierung von einem Punkt 
aus erreicht werden und daher wäre die Zentralisierung der Notenaus 
gabe anzustreben. Bei der Zentralnotenbank selbst aber müßten Grund 
sätze gesetzlich durchgeführt werden, die der Leitung der Bank das Recht, 
den wert der Währung nach ihrem Ermessen durch Notenausgabe zu 
bestimmen, entziehen. Die Regel, % aller Verbindlichkeiten durch Gold 
zu decken, wäre nicht voll ausreichend: wenn die Deponenten Gold ab 
heben, dann würde bei dieser Regel die Notenzirkulation nicht zu 
sammengezogen und daher auf Wechselkurse und preise kein Einfluß 
geübt, worauf doch bei Goldabfluß alle Bestrebungen hinauslaufen 
müssen. — 
Diese Grundsätze machte sich der Regierungsentwurf zu eigen, 
der 1844 Gesetzesform erhielt und gewöhnlich als peelsche Bankakte 
bezeichnet wird. Sein Ziel ging dahin die Schwankungen der Währung 
nach denselben Grundsätzen zu regeln wie dies bei einer Metallwährung 
der Fall wäre,- ungedeckte Noten sollten nur in jenem höchstbetrag 
ausgegeben werden dürfen, welchen die Bank jederzeit emittieren kann, 
ohne daß eine Einlösung erfolgt. Da der Geldbedarf an Metall und 
Noten in jenen Tagen auf 21 Millionen £ sich durchschnittlick belief und 
‘ 5*
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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