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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

43* 
Berger & Wirth, Farbenfabriken, Leipzig. 
Für die Arbeiter der Firma sind folgende Wohlfahrtseinrichtungen getroffen worden, 
die denselben nicht nur wesentliche geldliche Vorteile verschaffen, sondern auch in ge 
sundheitlicher Hinsicht gute Erfolge gezeitigt haben. 
In einem von den Betriebsräumen getrennt liegenden Gebäude sind 
eine Kantine mit Speisesaal, 
eine Garderobe und 
eine Badeanstalt 
untergebracht. 
KANTINE. In der Kantine, die mit dem Speisesaale in Verbindung steht, gelangen 
einfache Eßwaren, Bier und Kaffee zur Ausgabe. 
Der aus dem Verkauf dieser Nahrungsmittel erzielte Überschuß wird der Unterstützungs 
kasse der Firma Berger & Wirth zugeführt. 
GARDEROBE. An den Speiseraum schließt sich eine Garderobe an, die derart ein 
gerichtet ist, daß jedem Arbeiter zwei Schränke zur Verfügung stehen, der eine für die 
Arbeitskleider, der andere für die Straßenkleider. 
BADERAUM. Mit der Garderobe in Verbindung steht der Baderaum. In demselben 
sind emaillierte Badewannen aufgestellt, an deren jeder eine Leitung für kaltes und warmes 
Wasser angebracht ist, ebenso befindet sich über jeder Wanne eine Dusche für kaltes und 
warmes Wasser. Außerdem sind im Baderaum noch eine größere Anzahl von Duschen 
und Waschgefäßen aufgestellt. Die Bäder und Duschen werden von den Arbeitern gern 
benutzt, und zwar derart, daß jeder Arbeiter in der Woche mindestens ein Vollbad zu nehmen 
hat. Das Baden der Arbeiter findet während der Arbeitszeit statt und ist durch eine eigens 
hierzu erlassene Badeordnung genau geregelt. Die Aufsicht in dem Baderaum führt ein 
besonders hierzu angestellter Bademeister. 
Alle Arbeiter der Firma erhalten vollständige Arbeitsanzüge, die wöchentlich in einer 
eigens hierzu eingerichteten Dampfwäscherei, in welcher eine Fischersche Wasch 
trommel aufgestellt ist, gewaschen und mittels einer Zentrifuge trocken geschleudert und 
mit einer Rolle geglättet werden. 
FERIENGESCHENK. Während des Sommers bekommen alle diejenigen Arbeiter, 
die über 2 Jahre bei der Firma beschäftigt sind, Urlaub und ein Feriengeschenk, das sich 
nach den Dienstjahren richtet. 
BETRIEBSKRANKENKASSE. Im Jahre 1905 gründete die Firma eine eigene Be 
triebskrankenkasse, die schon nach dem ersten Jahre ihres Bestehens einen wesentlichen 
Überschuß erzielte, der dem bei der Gründung von seiten der Firma gestifteten Reserve 
fonds zugeführt wurde. Ebenso waren in den folgenden Jahren weitere Überschüsse zu ver 
zeichnen, wodurch es möglich wurde, die Unterstützungen seitens der Krankenkasse nicht 
nur auf die Arbeiter selbst, sondern auch auf deren Familienangehörige auszudehnen. 
UNTERSTÜTZUNGSKASSE. Zur weiteren Unterstützung der Beamten und Arbeiter 
ist eine Unterstützungskasse errichtet worden. Das Grundkapital zu dieser Unterstützungs 
kasse wurde seitens der Inhaber der Firma gestiftet und durch weitere Stiftungen ver 
mehrt. So wendete z. B. am 11. Januar 1912 der jetzige Inhaber der Firma, Herr Wor- 
litzer, bei seinem 25 jährigen Geschäftsjubiläum derselben 25 000 M. zu. Außerdem fließen 
in die Unterstützungskasse noch der Reinertrag aus der Kantine und andere kleinere Be 
träge, so daß auch hier jedes Jahr eine wesentliche Summe zur Unterstützung der Be 
amten und Arbeiter und deren Familienangehörigen zur Verfügung steht.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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