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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

9i* 
Deutsche Continental Gas-Gesellschaft. 1 ) 
(Sitz der Hauptverwaltung: Dessau.) 
Der Anfang sozialer Fürsorge für das ihr unterstellte Beamten- und Arbeiterpersonal 
reicht bei unserer Gesellschaft bis in das Jahr 1874, also 38 Jahre zurück. Wir sind dem 
nach schon 7 Jahre früher als die große staatliche soziale Gesetzgebung, die bekanntlich 
mit dem denkwürdigen Erlaß Kaiser Wilhelms I. am 17. November 1881 eingeleitet wurde, 
an die Erfüllung sozialer Bedürfnisse herangetreten. 
FÜRSORGE FÜR ALTER UND INVALIDITÄT VON MEISTERN UND ARBEITERN. 
Die erste derartige Schöpfung unserer Gesellschaft betraf eine umfassende Organisation 
der Fürsorge für Alter und Invalidität von Meistern und Arbeitern sowie für ihre beim Tode 
hinterlassenen Witwen und Waisen. Die der Gesellschaft aus dieser Einrichtung erwachse 
nen Kosten beliefen sich für das Jahr 1912 auf eine Summe von rund 125 000 M., die sich 
auf 174 Meister- bzw. Arbeiterpensionäre und 156 Witwen verteilen. Vom Jahre 1874 
bis 1912 wurden von der Gesellschaft insgesamt rund 1 360 000 M. zu dem gedachten Zwecke 
ausgegeben. Um in dieser Fürsorge, welche in den erforderlichen Mitteln schwankt, ganz 
frei und unabhängig zu sein, wurden dieselben ohne Gründung eines bestimmten Fonds 
durch das General-Unterstützungs-Konto der Hauptkasse getragen. 
BEAMTEN-PENSIONSKASSE. Um die Zukunft der Beamten mit bestimmten Pensions 
rechten sicherzustellen, wurde im Jahre 1880 unsere Beamten-Pensionskasse mit einem von 
der Gesellschaft bei ihrem 25 jährigen Jubiläum gestifteten Kapital von 50000 M. begründet 
und in den Jahren 1896, 1899, 1901 und 1912 durch weitere Zuwendungen im Gesamtbeträge 
von 400 000 M. unterstützt, so daß ihr bis jetzt außer den laufenden Beiträgen 450 000 M. 
seitens der Gesellschaft zugeflossen sind. Die laufenden Beiträge der Gesellschaft betragen 
7 % von dem pensionsberechtigten Einkommen der Kassenmitglieder und erreichten seit dem 
Bestehen der Kasse ca. 1 058 000 M., so daß die Gesamtleistungen der Gesellschaft für diese 
Kasse einschließlich der vorgedachten Kapitalzuwendungen bis jetzt ca. 1508 000 M. betragen. 
Das Kassenvermögen bezifferte sich Ende vorigen Jahres auf 1890 000 M. bei 308 Mitgliedern. 
Wiederholte versicherungstechnische Prüfungen haben die Solvenz der Kasse dargetan, die 
für unsere ganze Beamtenschaft eine wertvolle Zukunftssicherheit darstellt. 
Im Jahre 1902 wurde das Statut der Pensionskasse reorganisiert und im J ahre 1904 die Ab 
sonderung des Kassenvermögens vom Vermögen der Gesellschaft, infolge des Gesetzes über die 
privaten Versicherungsunternehmungen, durch Beschluß der Generalversammlung, von 1904 
genehmigt. Von Anfang des Jahres 1905 ab bildet die Kasse unter der Aufsicht des Kaiserlichen 
Aufsichtsamtes für Privatversicherung in Charlottenburg einen „kleineren Versicherungs 
verein auf Gegenseitigkeit“, mit einer Verwaltung durch Beamte der Gesellschaft, wobei jedoch 
dem Gesellschaftvorstande genügende Leitungs- und Kontrollbefugnisse Vorbehalten wurden. 
Auch nach dem Inkrafttreten des neuen,, Versicherungsgesetzes für Angestellte“ haben wir 
die Absicht, die Pensionskasse neben der Reichsversicherung organisch weiter bestehen zu lassen. 
LEBENSVERSICHERUNGEN. Neben dieser Pensionskasse wurde für die Beamten 
im Jahre 1892 eine Erleichterung zum Abschluß von Lebensversicherungen geschaffen, 
und zwar durch Vereinbarung eines Sondervertrages mit einer der größten Lebensversiche 
rungsgesellschaften. Danach genießen unsere Beamten, soweit sie zu einer Versicherung 
geneigt und aufnahmefähig sind, eine einmalige Abschluß- und eine laufende jährliche 
Inkassoprovision Außerdem zahlt die Gesellschaft die Jahresprämien im voraus, zieht sie 
in monatlichen Raten von den Beamten wieder ein und übernimmt in Todesfällen die Ab 
rechnung zwischen der Versicherungsgesellschaft und den Hinterbliebenen. Gegenwärtig 
sind 47 Beamte mit einem Gesamtkapital von 274 000 M. versichert. 
SPAREINRICHTUNG. Gemeinsam für Beamte und Arbeiter ist die im Jahre 1896 
getroffene Spareinrichtung, nach welcher die Gesellschaft unter besonderen Bedingungen 
i) Die Gesellschaft besteht zurzeit aus 17 Verwaltungen und versorgt 86 Orte mit Gas bzw. mit Elektrizität.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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