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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

Contents: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Leverkusen. 127* 
keit, später als Vorarbeiter oder Aufseher bei der Firma tätig zu sein. Sämtliche Lehrmittel 
werden den Lehrlingen kostenlos zur Verfügung gestellt. 
Die Schule verfolgt neben dem genannten Zweck der Aneignung der Fähigkeiten des 
Handwerks auch noch allgemeinere Zwecke und gilt daher als Ersatzanstalt der obligato 
rischen Fortbildungsschule. Diese Ziele lassen sich kurz zusammenfassen: Staatsbürger 
liche Erziehung in engster Verbindung mit der beruflichen Tätigkeit. So umfaßt der Unter 
richt außer den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern auch Deutsch, Rechnen, Buch 
führung, Bürgerkunde usw. Die Schule veranstaltet alljährlich eine Ausstellung der Lehr 
lingsarbeiten, bei der die besten Arbeiten prämiiert werden. 
OBLIGATORISCHE FORTBILDUNGSSCHULE. Da die Zahl der fortbildungsschul 
pflichtigen Jungen in der Fabrik recht groß ist, ist mit der Gemeinde ein Abkommen ge 
troffen, wonach der Unterricht innerhalb der Fabrik stattfindet. Ein Schulneubau mit 
11 Klassen zu je 40 Schülern ist in Vorbereitung. Die Lehrer stellt die Gemeinde, Räume, 
Schulgeld und Lehrmittel die Firma. Der Unterricht entspricht den vom Staate gegebenen 
Grundlinien und nimmt besonders in Naturwissenschaften und kaufmännischen Rechnen 
Rücksicht auf die besonderen Eigen 
tümlichkeiten der Firma. 
HANDFERTIGKEITS - UND 
HANDARBEITSUNTERRICHT. 
Der Unterricht in der Handfertig 
keitsschule für Knaben und Mäd 
chen umfaßt Hobeln, Flachschnitt, 
Kerbschnitt, Pappen, Tonen, Natur 
holzarbeiten und Flechtarbeiten. 
Der Unterricht ist kostenlos und 
wird von 3 besonderen Lehrern er 
teilt. Die Schule veranstaltet all 
jährlich Ausstellungen mit Vertei 
lung von Preisen an die besten 
Arbeiten. 
Für die schulpflichtigen Töch 
ter der Werksangehörigen finden 
besondere Nähunterrichtskurse in 
der Haushaltungsschule statt, ebenso erhalten die Arbeiterinnen kostenlosen Handarbeits 
unterricht daselbst. An diesem Unterricht können auch erwachsene Töchter der Werks 
angehörigen teilnehmen. Ebenfalls besteht eine besondere Handarbeitsschule für Frauen. 
Während den Arbeitspausen erhalten die Arbeiterinnen in den Aufenthaltsräumen durch 
2 Lehrerinnen aus Annaberg Klöppelunterricht. 
HAUSHALTUNGSSCHULE. Die Haushaltungsschule liegt im Wohlfahrtspark und 
ist im Jahre 1905 eröffnet worden. In ihr werden Töchter der Werksangehörigen in allen 
Zweigen des Haushalts während eines Jahreskursus unterrichtet. Die Kosten für Wohnung, 
Verpflegung, Anstaltskleidung und Unterricht tragen ausschließlich die Farbenfabriken. 
Der Unterricht wird durch eine Vorsteherin und 4 Lehrerinnen erteilt. 
Der Zweck der Anstalt ist, den Töchtern der Werksangehörigen Gelegenheit zu geben, 
alle jene besonderen Kenntnisse sich anzueignen, die sie befähigen, dereinst einen einfachen 
Haushalt führen zu können. 
Die Schule kann 40 Schülerinnen aufnehmen, sie hat eine reichhaltige Sammlung von 
Lehrbüchern und Lehrmitteln. Der Unterricht umfaßt praktische Übungen und theoretische 
Lehrstunden nach einem genauen Programm, dessen Abdruck hier zu weit führen würde. 
Am Schluß des Schuljahres findet in Gegenwart des Vorstandes des Frauenvereins 
der Farbenfabriken und des Vorstandes der Wohlfahrtsabteilung eine Prüfung statt, wobei
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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