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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

i6i* 
Joh. Gottl. Hauswaldt, 
Magdeburg-N eustadt. 
Cichorie-, Chocolade- und Cacao-Fabriken. 
(Gegründet 1786.) 
ZWEI WOHLTÄTIGKEITSSTIFTUNGEN. Von den Inhabern sind im Laufe der 
Jahre zwei Wohltätigkeitsstiftungen ins Leben gerufen worden. 
Die eine Stiftung, deren augenblickliches Vermögen 170 750 M. beträgt, ist geschaffen 
„für alte in der Firma beschäftigt gewesene, nicht mehr arbeitsfähige Arbeiter“. 
Das Vermögen der anderen Stiftung hat bis jetzt die Höhe von 117 535 M. erreicht 
und erhalten von den Zinsen dieses Betrages die Witwen der verstorbenen Be 
amten Unterstützung. 
Außerdem zahlt die Firma freiwillig, ohne daß eine besondere Stiftung hierfür be 
steht, an die Witwen verstorbener Arbeiter monatlich Unterstützungen, die 
einen Gesamtbetrag von ca. 6000 M. p. a. ausmachen. 
Auszug aus dem Statut der Stiftung vom 16. Mai 1903. 
§ 3. Die Stiftung wird geleitet und in allen ihren Angelegenheiten einschließlich 
derjenigen, welche nach den Gesetzen eine Spezialvollmacht erfordern, geeignetenfalls 
mit Substitutionsbefugnis, vor Behörden und Privatpersonen gegenüber, vertreten durch 
den Vorstand. 
§ 4. Der Vorstand besteht aus den persönlich haftenden Gesellschaftern, den Kom 
manditisten und den jeweiligen Prokuristen der Kommanditgesellschaft Joh. Gottl. 
Hauswaldt, hierselbst. 
§ 7. Das Vermögen der Stiftung ist mündelsicher anzulegen. 
§ 10. Die Beamten der Firma wählen aus ihrer Mitte 2 und die Arbeiter aus ihrer 
Mitte 3 Delegierte, welche mindestens 10 Jahre ununterbrochen im Dienste der Firma 
gestanden haben müssen. 
Diese 5 Personen bilden einen Beirat, dem jährlich die Rechnung zur Durchsicht 
und Prüfung vorzulegen ist. 
§ 11. Die Unterstützungen sollen nach folgenden Grundsätzen gewährt werden. 
1. In der ersten Abteilung für Arbeiterunterstützung. Jeder arbeitsunfähig werdende 
Meister, Arbeiter oder Arbeiterin, welche ununterbrochen mindestens 15 Jahre in den Be 
trieben der Firma in Magdeburg tätig gewesen sind, haben ein Anrecht auf eine wöchent 
liche Unterstützung von 3 Mark auf Lebenszeit. Eine höhere Unterstützung kann nach 
dem Ermessen des Vorstandes gewährt werden, wenn die Verhältnisse oder der bisherige 
Verdienst des Betreffenden hierzu eine besondere Veranlassung geben. 
2. In der zweiten Abteilung für Unterstützung von Witwen der Beamten: Den Witwen 
von Beamten, welche ununterbrochen mindestens 15 Jahre bei der Firma in Magdeburg 
tätig waren, kann eine jährliche Unterstützung bis zu 600 Mark nach dem Ermessen des 
Vorstandes gewährt werden, wenn die Mittel hierzu in den Einnahmen der Stiftung vor 
handen sind und im übrigen die persönlichen Verhältnisse der Witwe eine Unterstützung 
angemessen erscheinen lassen. 
Diese Unterstützung soll regelmäßig immer nur auf ein Jahr bewilligt werden. 
Anspruch auf Unterstützung nach Maßgabe des Statuts soll auch denjenigen Arbeitern 
und Arbeiterinnen, sowie den Witwen von denjenigen Beamten zustehen, welche in den 
der Firma Joh. Gottl. Hauswaldt gehörigen, in Braunschweig, und Eickendorf be- 
legenen oder künftig daselbst oder anderwärts noch zu errichtenden Fabrik- oder Geschäfts 
betrieben tätig gewesen sind. 
*11
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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