Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

223* 
Waffenfabrik Mauser, A.-G., Oberndorf 
am Neckar (Württemberg). 
Allgemein bringen es die Verhältnisse in der Waffenindustrie mit sich, daß in ihr mehr 
als in anderen Fabrikbetrieben Häufung der Arbeit mit ruhigen Zeiten wechselt, daß in 
folgedessen die Zahl der beschäftigten Arbeiter große Schwankungen aufweist. Große 
Staatsaufträge verlangen meist mit Rücksicht auf den Zweck: schnelle Neubewaffnung 
einer Armee, kurze Lieferzeit und damit volle Anspannung des Betriebes, während un 
mittelbar nach ihrer Erledigung — wenn nicht andere Aufträge vorliegen — aus geschäft 
lichen Rücksichten der Betrieb stark eingeschränkt werden muß. Hochbetrieb und Schwach 
betrieb wechseln daher meist mit schroffen Übergängen. Dies ergibt ein eigenartiges Bild 
in der Arbeiterbewegung, ein Zu- und Abströmen, wie es aus der untenstehenden gra 
phischen Darstellung ersichtlich ist. 
Bei der Waffenfabrik Mauser hat sich nun durch die Notwendigkeit, schnell über eine 
Menge geschulter Arbeiter verfügen, von diesen aber einen großen Teil nach Erledigung 
des Auftrages wieder entlassen zu müssen, ein eigenartiges Verhältnis zwischen Arbeit 
geber und Arbeitnehmer herausgebildet. Dieses ist von sozialer Bedeutung insofern, als es 
die scharfen Forderungen der Industrie mit dem Wohl des einzelnen in harmonische Ver 
bindung bringt und in seinen Wirkungen denen einer ausgezeichneten 
ARBEITSLOSENVERSICHERUNG, also eines nicht unwesentlichen Teiles der Arbeiter 
fürsorge, gleichkommt. Die Arbeiterschaft der Fabrik setzt sich aus einem Stamm von 
ständig beschäftigten Arbeitern (etwa 1200 Köpfen) und einer Art von Arbeiterreserve 
zusammen, die zu jenem erforderlichenfalls schnell hinzutreten kann. Diese Arbeiter 
reserve ist (wie auch der Stamm) zum Teil in Oberndorf selbst, zum größeren aber in der 
näheren Umgebung ansässig. Sie geht bei Schwachbetrieb ihren gewöhnlichen bürger 
lichen Beschäftigungen nach. Zieht man militärische Einrichtungen zum Vergleich heran, 
so bildet also der Stamm von Arbeitern nebst den Meistern und den Beamten die Offiziere, 
Unteroffiziere und Kapitulanten eines Truppenteils, während der andere Teil, zur Reserve 
entlassen, jederzeit seiner Einberufung gewärtig ist. 
Hierdurch werden für den größten Teil der Arbeiter die sonst empfindlich wirkenden 
Übergänge zwischen Arbeit und aufgezwungener Ruhe ausgeglichen. Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer sind, unabhängig von dem Geschäftsgang der Fabrik, zu einem Körper 
verbunden, und dieser Einrichtung verdankt die Fabrik zum großen Teil ihren patriarcha 
lischen Charakter. Solange die Fabrik besteht, hat auch niemals eine Arbeitseinstellung, 
ein Lohnstreik oder ähnliches stattgefunden, andererseits hat es ihr in schwierigen Zeiten 
aber auch nie an Arbeitern gemangelt. Die sich hierin äußernde Zufriedenheit der Arbeiter 
mit dem Arbeitgeber, durch die das beiderseitige Interesse nur gefördert wird, hat weiterhin 
in einer ganzen Anzahl von Wohlfahrts- und Fürsorgeeinrichtungen eine kräftige Stütze 
erhalten. Zu ihrer Beurteilung scheinen einige statistische Angaben unerläßlich. 
Die 1872 gegründete Waffenfabrik besteht aus drei in sich abgeschlossenen und örtlich 
nicht zusammenhängenden Werken, nämlich dem von den Brüdern Mauser 1872 gebauten 
„Oberen Werk“, der 1874 übernommenen ehemaligen Kgl. Württ. Gewehrfabrik, dem 
„Unteren Werk“ und dessen 1885 erfolgter Erweiterung, dem „Äußeren Werk“ (zusammen 
24246 qm). Bei vollem Betrieb und einer Leistung von 500 Gewehren für den Tag be 
schäftigen diese Werke insgesamt 33 Beamte, 58 Meister und ca. 2800 Arbeiter, von 
letzteren beiden das Äußere Werk 1100, das Untere 1100 und das Obere 600 Köpfe. 
Greift man zur Beurteilung der inneren Verhältnisse des Arbeiterkörpers der Fabrik 
das Jahr eines Hochbetriebes: 1907 heraus, so wurden in diesem außer 15 technischen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.