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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

Ostdeutsche Maschinenfabrik, vorm. Rud. Wermke A.-G., Heiligenbeil (Ostpr.). 269* 
WOHNUNGSFÜRSORGE. Die Wohnungen der meisten Arbeiter und Beamten be 
finden sich in eigenen, im Besitz der Fabrik befindlichen und in der Nähe gelegenen Wohn 
häusern. Diese ca. 90 eigenen Wohnungen sind besonders hoch und gut gebaut und be 
stehen für die Arbeiter aus je 1 Küche, x großen zweifenstrigen Stube, Kammer, Keller 
und Stallung, in letzterer können beliebig Schweine, Ziegen, Hühner usw. gehalten werden. 
Zu jeder Wohnung gehört ferner ein kleiner Ziergarten mit Laube. Hierfür zahlt der Ar 
beiter inkl. Wasserverbrauch aus der städtischen Leitung ca. 100 M. jährlich Miete. Un 
mittelbar angrenzend an diese Wohnhäuser hat die Fabrik eigenes Land, welches sie den 
Arbeitern als Kartoffelland abgibt, dieses Land wird von der Fabrik gedüngt und gepflügt 
und auch für das Setzen der Kartoffeln werden Pferde gegeben. Das Kartoffelland wird 
in Parzellen zu je 3 M. an die Arbeiter verpachtet. Außerdem ist durch Unterstützung 
der Fabrik ein Wohnungsbauverein gegründet worden, von dem die Fabrik weitere Wohnungen 
nebst großem Garten für jeden einzelnen Arbeiter gemietet hat und gibt die Fabrik diese 
Wohnungen wesentlich unter Selbstkostenpreis zu einem ähnlichen billigen Satz wie die 
eigenen Wohnungen an ihre Arbeiter ab. 
EIGENE KRANKENKASSE. Für die Gesundheit der Arbeiter wirkt in erster 
Linie die von der Fabrik gegründete eigene Krankenkasse, welche so weit über die ge 
setzlich vorgeschriebenen Leistungen hinausgeht, daß sie mehr als freiwillige denn gesetz 
liche Wohlfahrtseinrichtung angesehen werden muß. Während der Krankheit eines Kassen 
mitgliedes oder eines seiner Familienmitglieder (einschl. Kinder unter 14 Jahren) gewährt 
die Kasse außer dem Krankengeld für das Mitglied selbst freien Arzt und Medizin, freie 
Behandlung im Krankenhaus und wenn erforderlich auch freie Konsultation und Be 
handlung durch Spezialärzte, Zahnärzte usw., auch für die Familienmitglieder, ferner 
Wöchnerinnenpflege usw. für die Frauen der Mitglieder. An Sterbegeld wird für den Ar 
beiter das 20 fache des Durchschnittstagesverdienstes, für seine Frau % und für Kinder 
unter 14 Jahren y 3 dieses Betrages, falls ein Todesfall eintritt, gezahlt. 
BADEANSTALT. Ferner wird für die Gesundheit der Arbeiter durch eigene Fabriks 
badeanstalt gesorgt, in der die Arbeiter jederzeit freie Wannen- und Duschebäder, und 
auf ärztliche Verordnung freie elektrische Bäder erhalten können. Auch Familienange 
hörigen stehen diese Wohlfahrtseinrichtungen zur Verfügung. 
LEBENSUNTERHALT-ERLEICHTERUNG. Zur Erleichterung und angenehmen Ge 
staltung des Lebensunterhaltes gibt die Firma an ihre Arbeiter Kohlen und Holz zum Engros- 
Einkaufspreise in beliebigen Mengen ab. 
SCHULGELD. Um den Leuten eine möglichst gute Erziehung ihrer Kinder zu er 
möglichen, zahlt die Firma das Schulgeld für diejenigen Kinder, welche befähigt sind, 
die städtische Mittelschule zu besuchen; dadurch ist den Kindern aller Fabrikangehörigen 
Gelegenheit geboten, eine weit über die Volksschule hinausgehende Bildung zu erhalten. 
Auch die für die Mittelschule erforderlichen Bücher und sonstigen Utensilien liefert die 
Fabrik unentgeltlich. Zu Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen stellt die Firma ihren 
Arbeitern auch unentgeltlich Kutschwagen, Pferde usw. 
KONSUMVEREIN. Für die materielle Erleichterung ist ein Konsumverein vorhanden, 
welcher in den Arbeiterwohnhäusern untergebracht ist und alle Lebensmittel zu besonders 
billigen Preisen den Arbeitern und Beamten zugänglich macht. Dieser Konsumverein, 
welcher von einem Ausschuß von Beamten und Arbeitern der Fabrik selbst verwaltet wird, 
hat sich als eine außerordentlich nützliche Einrichtung erwiesen und zahlt derselbe jährlich 
über 6—8000 M. Dividende an die Mitglieder zurück. 
SPARKASSE. Um die Sparsamkeit zu fördern, hat die Firma eine eigene Arbeiter 
und Beamtensparkasse gegründet, in der sie alle Spareinlagen mit 5 % jährlich verzinst, 
jeden Betrag von 50 Pf. aufwärts annimmt und auf Wunsch jederzeit zurückzahlt. Diese 
Einrichtung, welche erst seit etwa 8 Jahren besteht, hat heute einen Bestand von fast 
200 000 M. und wird von Arbeitern und Beamten sehr gern benutzt.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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