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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

320* 
E. Schwenk, Zement- und Steinwerke, 
Ulm a. D. 
ARBEITERKANTINE. Die Firma unterhält in ihren Werken je eine Arbeiterkantine, 
so in ihren drei Zementwerken Allmendingen, Mergelstetten und Blaubeuren, 
in ihrem Zementsteinwerk in Ulm a. D., in ihrem Terrazzo- und Schotterwerk (verbunden 
mit Elektrizitätswerk) in Herrlingen, in ihren Ziegeleien in Söflingen, Herbrech 
tingen und Erbach, sowie in ihren Bayer. Marmorwerken Bad Aibling, Marxgrün 
und Tegernsee. Durchweg ist in diesen Kantinen großer Wert darauf gelegt, daß den 
Arbeitern gute und gesunde Aufenthaltsräume zur Verfügung stehen, ohne irgendwelchen 
Eß- und Trinkzwang, und daß gute Speisen und Getränke zu billigsten Preisen verabreicht 
werden. Die Kantinen werden vollständig auf Kosten der Firma unterhalten, während 
ein allenfallsiger Überschuß aus deren Betrieb in die Ar beiter unterstützungs kasse 
fließt. 
In der warmen Jahreszeit werden in den Zementwerken und Steinbrüchen alkohol 
freie Getränke, z. B. Tee, Malzkaffee oder Zusatz zum Trinkwasser, unentgeltlich an 
die Arbeiter abgegeben. 
Daß besondere Sorgfalt und beträchtliche Kosten auf Einrichtungen zum Schutze 
gegen Gefahren der Betriebe an Leib und Leben, in erster Linie auch gegen die Staub 
gefahr, verwendet werden, soll hier nicht im einzelnen aufgeführt werden. Außer den 
eigentlichen Betriebseinrichtungen hierfür bestehen in den Werken namentlich auch 
BADEEINRICHTUNGEN (Bassin- und Brausebäder, kalt und warm) oder mindestens 
geeignete Waschvorrichtungen. Die Bäder sind unentgeltlich. 
Einen Hauptwert legt die Firma E. Schwenk bei ihren Wohlfahrtseinrichtungen auf 
Beschaffung guter Wohnungen sowohl für Beamte, wie insbesondere für ihre Arbeiter. 
Fast bei allen ihren Werken hat sie mit der Zeit einen größeren oder kleineren Komplex von 
ARBEITERWOHNHÄUSERN erstellt. So bestehen z. B. in Allmendingen Beamten 
wohnungen für 9 Familien (Wohnung samt Garten und Kartoffelland sowie Holz und 
Licht frei), Arbeiterwohnungen für 40 Familien („Schwenkweiler“), wozu je Garten- 
und Kartoffelland gehört und wofür eine Miete pro Zahltagsperiode (14 tägig) von 3 4 M. 
bezahlt wird; ähnlich hat die Firma in Mergelstetten 2 Wohnungen für Beamte, 4 für 
Meister und Aufseher und 26 für Arbeiterfamilien, je mit Gemüsegarten, vergeben; in 
Herrlingen ist x Einfamilienhaus für den Betriebsleiter und 1 Verwaltungsgebäude mit 
4 Aufseherwohnungen; in Blaubeuren 1 Haus mit 3 Familienwohnungen; bei den Bayer. 
Marmorwerken in Bad Aibling 1 Direktorwohnung und insgesamt 8 Wohnungen für 
Aufseher und Arbeiter; bei den Ziegeleien 4 Verwalterwohnungen und zusammen 6 Woh 
nungen für Angestellte und Arbeiter. Zudem hat die Firma erst jüngst in ihren Werken 
in Herrlingen, Söflingen und Herbrechtingen hauptsächlich für ausländische Arbeiter, 
welche in diesen Betrieben als Saisonarbeiter nicht ganz entbehrlich sind, je ein größeres 
Gebäude errichtet, enthaltend Küche, Speisekammer, Eßraum, verschiedene Schlafräume 
sowie Waschräume und andere Nebenräume. Schließlich ist hierher noch zu rechnen, 
daß in Ulm selbst außer 5 Arbeiterwohnungen seit dem Jahre 1907 ein schönes, großes 
Verwaltungsgebäude für die Zentralverwaltung sämtlicher Werke mit hohen, luftigen
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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