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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

34 Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege. 
und Mädchen die Benutzung solcher Heime zu ermöglichen. Diese Fürsorge gerade für 
die weiblichen Mitglieder des Mittelstandes ist besonders notwendig, nicht nur für die Be 
teiligten direkt, sondern auch im Hinblick auf die Sicherung der Gesundheit der künftigen 
Geschlechter. Die illustrierten Schriften der Gesellschaft (Begründer ist Paul Baum- 
Wiesbaden) geben vorzüglich informierende Unterlagen über die bereits erreichten und noch 
zu erstrebenden Ziele. 
Der Verein für Handlungscommis von 1858, Sitz Hamburg, sowie auch die 
Vereine: Verband deutscher Handlungsgehilfen, Sitz Leipzig, Deutscher Werk 
meister-Verband, Sitz Düsseldorf, Deutscher Privat-Beamten-Verein, Sitz Magde 
burg; u. a. erfreuen sich gleichfalls in ihrem Wirken für Versicherung und Unterstützung 
ihrer Mitglieder der regen Mithilfe von seiten der „stiftenden“ Mitglieder, d. h. der Arbeitgeber. 
Dem erstgenannten Verein für Handlungscommis von 1858, der über 120000 Mit 
glieder zählt, gehören mehr als 12 000 Prinzipale an. Sein Jahresumsatz überschreitet 
1 Mill. M., er besitzt mehrere Erholungsheime, ausgedehnte Versicherungskassen, eine 
eigene Unterrichtsanstalt, Stellennachweisbureaus usw. Der Pensionsverein des Bank 
hauses Gebr. Arnhold in Dresden dehnt seine Wirksamkeit nicht nur auf die Ange 
stellten der Firma und ihre Kommanditisten, sondern auch auf die Angestellten der zahl 
reichen Aktiengesellschaften (zurzeit 54), in deren Aufsichtsrat die Firma Gebr. Arnhold 
vertreten ist, aus. Die Anzahl der Versicherten beträgt bereits ca. 1900, das Vermögen 
hat den Betrag von 1 650 000 M. erreicht. — Nach ähnlichen Grundsätzen ist der aus 
gedehnte Beamtenversicherungsverein des deutschen Bank- und Bankier 
gewerbes in Berlin seit 1909 wirksam, dem 850 Bankinstitute und Bankfirmen mit etwa 
30 000 Angestellten angehören, deren monatliche Beitragszahlung sich auf etwa 550 000 M. 
beläuft. 
Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller erstrebt die Unterstützung und 
Darlehnsbeihilfe hilfsbedürftiger Standesgenossen und deren Witwen und Waisen. Der 
Fonds seiner Unterstützungskasse ist von 2700 M. bei der Gründung 1911 bereits auf 25 000 M. 
gestiegen, auch besitzt er eine Waisen-Stiftung in Höhe von 140000 M. 
Die Förderung der Gewerbe auf dem Vereinswege wird besonders erfolgreich 
vom Verband deutscher Gewerbevereine und Handwerkervereinigungen 
Deutschlands, Sitz Darmstadt, betrieben. Neben beruflicher und wirtschaftlicher 
Förderung seiner Mitglieder (Versicherungen usw.) ist der Verband auch in der Lage, das 
dem Badischen Landesverband gehörige Erholungsheim zu Bad Sulzburg zu billigsten 
Sätzen zur Verfügung zu stellen. Das Vermögen des Verbandes belief sich nach amtlicher 
Feststellung im Jahre 1906 bereits auf 4 768 000 M. 
Manche Arbeitgeber haben innerhalb ihrer Arbeitsstätte Vereinsbildungen geschaffen, 
die sich an allgemeine Versicherungsunternehmungen anschließen. So hat die Eisenbahn 
signal-Bauanstalt Max Jüdel & Co. A.-G. in Braunschweig einen Zweigverein 
des deutschen Privatbeamtenvereins gebildet, damit mittels erheblicher Zuschüsse der Firma 
ihren Beamten und deren Angehörigen die Wohltaten dieses Vereins zugute kommen. 
Auf Vereinsbildungen innerhalb des Personals einzelner Firmen für 
Bildungs-, Turn-, Unterrichts-, Spar- und ähnliche Zwecke haben wir bei den be 
treffenden Gruppen hingewiesen. Obenan stehen in dieser Richtung die Vereinsbildungen 
innerhalb der Farbenfabriken vorm. Fr. Bayer & Co. in Leverkusen. 
Die Deutsche Bank hat einen besonderen Beamten-Fürsorgeverein gebildet, 
dem sie jährlich über 1 Mill. M. (1912: x 295650 M.) zuwendet. 
Im Anschluß hieran ist auch der Werkvereine zu gedenken, die neuerdings einen 
erheblichen Aufschwung genommen haben und die unseres Erachtens sich zu einem Faktor 
entwickeln, der für eine günstigere Gestaltung der Beziehungen zwischen Arbeitgebern 
und Arbeitern erhöhte Beachtung verdient. Sie zeugen von dem anwachsenden Vertrauen 
der Arbeiter zu ihren Arbeitgebern. Natürlich sind die großen Firmen in erster Linie
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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