Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

39 6* 
Villeroy & Boch, Mettlach. 
ZWANGSSPARKASSEN. In der Erwägung, daß es den jüngeren, unverheirateten 
Arbeitern leichter möglich ist einen Teil ihres Lohnes zurückzulegen als denjenigen, welche 
für eine Familie zu sorgen haben, sowie um die jungen Leute vor unnützen Ausgaben 
abzuhalten, hat die Firma Villeroy & Boch mit der Genehmigung der Königlichen Regierung 
folgende, vom i. Januar 1898 in Kraft tretende Einrichtung getroffen: 
1. Von allen Arbeitern und Arbeiterinnen unter 25 Jahren wird bei jeder Löhnung 
ein Betrag in Höhe von 5 % des Reinverdienstes zur verzinslichen Einlage in die 
Kreissparkasse eingehalten. Jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen unter 17 Jahren 
können in besonderen Fällen von diesem Sparzwange befreit werden. 
2. Das Sparbuch wird in der Weise gesperrt, daß bis zum vollendeten 25. Lebensjahre 
des Sparers nur bei Gründung eines eignen Heims oder einer selbständigen Nieder 
lassung Auszahlungen stattfinden können. Während der Leistung der Militär 
dienstpflicht des Sparers darf außerdem im Laufe eines Jahres ein Betrag von 
höchstens einem Sechstel des Gesamtguthabens entnommen werden. 
Obwohl diese Einrichtung erst seit 15 Jahren besteht und nur in den beiden Mettlacher 
Fabriken, sowie in Merzig und Wallerfangen eingeführt ist und etwas über 20 % der unter 
den Sparzwang fallenden Personen von demselben befreit sind, so sind bis zum 1. Januar 
1913 bereits 553 810 M. in der angegebenen Weise gespart worden. Dies macht seit Ein 
führung des Sparzwanges 730 M. auf den Kopf der Sparer. 
SPAR- UND DARLEHNSKASSEN. Außer den Zwangssparkassen bestehen in den 
Fabriken noch freie Sparkassen, in welche Beamte und Arbeiter, sowie deren Witwen 
Einlagen bis zu 10000 M. machen können, die mit 4% jährlich verzinst werden. Rück 
zahlungen können jederzeit erfolgen, doch kann bei Beträgen über 1000 M. eine achttägige 
Kündigungsfrist verlangt werden. Die Spareinlagen betrugen Ende 1912 rund 870 000 M. 
Verbunden mit diesen Sparkassen sind auf einigen Fabriken Darlehnskassen, aus welchen 
ordentliche Arbeiter in unverschuldeten Notlagen oder zum Zwecke größerer Häuserrepara 
turen, Anbauten usw. Darlehen gegen geringen Zinsfuß und bequeme Rückzahlungen erhalten. 
Ende 1912 waren in dieser Weise Darlehen im Gesamtbeträge von rund 200000 M. ausgeliehen. 
WOHNUNGSVERHÄLTNISSE. Der im Jahre 1889 verstorbene Mitbegründer der 
Firma Adolph von Galhau stiftete ein Kapital von 1 Million Mark und bestimmte, daß die 
Zinsen von 1 / i des Kapitals alljährlich an hilfsbedürftige Witwen früherer Arbeiter ver 
teilt werden, % des Kapitals aber zum Bau von Arbeiterwohnungen verwendet werden sollen. 
Durch diese Stiftung ist die Firma in die Lage versetzt, für die Hebung der Wohnungs 
verhältnisse ihrer Arbeiter in wirksamer Weise einzutreten. Sie übernimmt auf Verlangen 
selbst den Bau von Häusern und, wenn nötig, die Beschaffung des Bauplatzes. Die Aus 
führung der Bauten geschieht mit Berücksichtigung der Wünsche der betreffenden Arbeiter, 
denen eine Auswahl von Plänen, sowie Kostenanschlägen vorgelegt werden. 
In der Regel werden zwei Wohnhäuser aneinander gebaut. Dieselben sind ein- oder 
zweistöckig, stets unterkellert, in Bruchsteinbauwerk ausgeführt und mit Dachziegeln 
gedeckt. Sie bestehen meistens aus Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer für die Eltern 
und einem oder mehreren Zimmern für die Kinder. Die Kapitalien werden stiftungsgemäß 
mit 3 % jährlich verzinst und mit 2 % amortisiert. — Das Stiftungskapital wächst also 
jährlich um diese Zinsen. 
Zur Bewilligung von Darlehen aus dieser Stiftung sind folgende Bedingungen festgesetzt: 
1. vorwurfsfreie Dienstzeit von mindestens 5 Jahren; 
2. Alter von mindestens 25 und nicht über 45 Jahren, sowie Ehestand; 
3. schuldenfreier Besitz eines Baugrundstücks oder Anzahlung von mindestens 10% der 
Bau- oder Erwerbskosten einschl. des Bauplatzes; 
4. Verpflichtung des Antragstellers, das Haus selbst zu bewohnen, wobei eine Vermietung 
entbehrlicher Räume mit Genehmigung der Fabrikdirektion nicht ausgeschlossen ist.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.