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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

408* 
Weise & Monski, Halle a. S. 
Spezialfabrik für Pumpen, 
mit Filialen im In- und Auslande 
In den Betrieben der Firma hat sich der größere Teil der Arbeiter zu einem auf 
wirtschaftsfriedlicher Grundlage aufgebauten Werkverein zusammengeschlossen, und um 
dessen Bestrebungen zu fördern, hat die Firma den größeren Teil ihrer Wohlfahrtsein 
richtungen gerade diesem Werkverein zugewandt. 
WERKVEREIN. Derselbe gründete sich am 14. Februar 1911 mit 59 ordentlichen 
und 4 außerordentlichen Mitgliedern und zählte bereits Ende 1912 gegen 500 ordentliche 
und 115 außerordentliche Mitglieder. 
Seiner Tätigkeit liegt der leitende Gedanke zugrunde, die eingehenden Mitgliederbeiträge 
nicht für politische Hetzereien und Besoldung von Agitatoren zu verwenden, sondern Hilfs 
kassen ins Leben zu rufen, die den Mitgliedern in Notfällen die notwendige Unterstützung 
verschaffen, Fortbildung und Geselligkeit zu pflegen. Sämtliche Ämter werden von den 
Mitgliedern als Ehrenämter ohne Entgelt verwaltet. 
HILFSKASSE. Welche Erfolge durch diese Art der Selbsthilfe erreicht werden können, 
beweisen die Unterstützungen, die durch die Hilfskasse gezahlt werden konnten. 
Der Jahresbericht des Werkvereins nennt die folgenden Zahlen, die für die Zeit bis 
31. Dezember 1912 gelten: 
7 440,— M. 
1 140,— „ 
1 520,— „ 
Krankenunterstützung 
Wöchnerinnenbeihilfe 
Konfirmandenbeihilfe 
Sterbegeldbeihilfe . . 
O- 6 «) )) 
182,25 >, 
insgesamt: 10 282,25 M. 
Diese für eine so junge Kasse beträchtlichen Leistungen wurden ihr dadurch ermög 
licht, daß die Firma einen Reservefonds von 3000 M. sofort bei Gründung zur Verfügung 
stellte, dem dann am ersten Stiftungsfeste eine weitere Festgabe von 5000 M. folgte, nach 
dem schon vorher zur Auffüllung der Kassen ein Betrag von 983,10 M. zur Verfügung 
gestellt worden war. 
SPARKASSE. Eine ganz besonders günstige Entwicklung hat der wichtigste Zweig 
der Vereinstätigkeit, die Sparkasse, genommen. Da von den Wochenbeiträgen von 50 Pf. 
der Betrag von 20 Pf. in die Sparkasse fließt, nimmt jedes Mitglied des Werkvereins an der 
Spareinrichtung teil, und es sind so viel Sparer vorhanden, als der Verein Mitglieder zählt. 
Diese haben nun außer ihren erwähnten regelmäßigen Beiträgen noch ganz erhebliche 
Einzahlungen auf ihre Sparkarten (die statt der Sparbücher eingeführt sind) geleistet, so 
daß sich am Ende des Jahres 1912 ein Sparkassenbestand von 18 028,39 M. ergab. 
Die Firma hat, um die Sparfreudigkeit noch zu erhöhen, im Jahre 1912 den Zinssatz 
von 5 auf 6 % erhöht. Für die Sparer mit mindestens 20 M. Spareinlage wurden jedes Jahr 
500 M. in einzelnen Prämien verlost. 
KINDERSPARKASSE. Anläßlich des Sommerfestes erfreute Herr Weise sen., der 
Seniorchef der Firma, den Verein dadurch, daß er die Anregung zur Schaffung einer Kinder 
sparkasse gab. Es wurde jedem Kinde eine Sparkarte ausgestellt und darauf für jedes 
Jahr der Vereinszugehörigkeit des Vaters 3 M. auf die Sparkarten eingetragen. Der hier 
durch ausgezahlte Betrag erreichte fast die Summe von 3000 M. Die Mitglieder brachten 
auch dieser Einrichtung das größte Interesse entgegen, so daß das Sparguthaben der Kinder 
sich am Ende des Jahres 1912 auf 3859,10 M. belief. Auch diese Beträge werden mit 6% 
verzinst und sind bis zum 18. Lebensjahre des Kindes festgelegt.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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