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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[Beiträge]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

Württembergische Metallwarenfabrik, Geislingen. 
422* 
Der Ar beiter - Unterstützungsfonds wies am 1. Januar 1913 einen Kapital 
bestand von 1 638 144,39 M. auf. Im Jahr 1912 wurden aus diesem Fonds bewilligt: 
an fortlaufenden Unterstützungen 53 7°3>4° M. 
an einmaligen Unterstützungen 9 832,43 ,, 
Schauffler-Stiftung. Von den Erben des am 15. Oktober 1904 verstorbenen 
Herrn Kommerzienrat Schauffler wurde ein Kapital von 20000 M. gestiftet, dessen 
Zinsen — neben dem Arbeiter-Unterstützungsfonds — zur Unterstützung von Fabrik 
angehörigen in Geislingen und Göppingen in Fällen besonderer Bedürftigkeit verwendet 
werden. 
Kapitalbestand am 1. Januar 1913 22 544 M. 
RESERVISTEN-UNTERSTÜTZUNG. Den zu militärischen Übungen einberufenen 
Arbeitern werden für die Dauer der Übungen Geldunterstützungen nach folgenden Normen 
gewährt: 
Ledige Arbeiter, welche mindestens seit 1 Jahr ununterbrochen in der Fabrik be 
schäftigt sind, erhalten 50 Pf. für den Ubungstag. Verheirateten Arbeitern, die min 
destens seit einem halben Jahr ununterbrochen der Fabrik angehören, wird die vom Reich 
gewährte Familienunterstützung, welche täglich für die Ehefrau 30 % und für jedes Kind 
unter 15 Jahren 10%, insgesamt jedoch höchstens 60% des ortsüblichen Tagelohns 
(in Geislingen 2,80 M.) beträgt, in 4 Abstufungen derart ergänzt, daß im Gesamtergebnis 
eine Frau ohne Kinder 70 %, eine Frau mit 1 Kind 80 %, eine Frau mit 2 Kindern 90 % 
und eine Frau mit 3 oder mehr Kindern 100% des Tagesverdienstes des Mannes er 
hält. Familienväter mit 3 oder mehr Kindern sind hiernach für den durch eine Übung 
erlittenen Verdienstausfall voll entschädigt. 
Beispiel: Ein verheirateter Reservist mit 2 Kindern und 4,50 M. Tagesverdienst 
erhält pro Übungstag: 
a) Reichsunterstützung: 50% des ortsüblichen Tagelohns (in Geislingen 
2,80 M.) 1,40 M. 
b) Unterstützung W. M. F.: den Betrag, der zur Ergänzung auf 90 % des 
Tagesverdienstes = 4,05 M. erforderlich ist, also 2,65 ,, 
4,05 M. 
Die Unterstützung der Firma wird auch für die Sonn- und Festtage gewährt. Die 
Auszahlung erfolgt regelmäßig nach Beendigung der Übung. Bei Verheirateten wird den 
Angehörigen auf Ansuchen die Hälfte der Unterstützung schon während der Übung aus 
bezahlt. 
Ausgabe 19x2: 3303,84 M. 
FABRIKSPARKASSE. Zur Zurücklegung eines Notpfennigs für Zeiten der Bedürftig 
keit ist dadurch Gelegenheit gegeben, daß jeder Fabrikangehörige das Recht hat, an den 
Zahltagen Einlagen auf seinen oder seiner Angehörigen Namen in der Fabriksparkasse 
zu machen. Die Einlagen werden von der Firma zu 5 % verzinst. 
Im Jahr 1912 betrugen: 
die Einlagen 116 147,05 M. 
die Entnahmen 207 912,91 ,, 
Stand der Sparkasse am 31. Dezember 19x2 einschließlich der 
Zinsen 444 390,61 ,, 
GESUNDHEITSFÜRSORGE. Unter den Einrichtungen für Gesundheitsfürsorge ist 
in erster Reihe hervorzuheben die Siegle - Stiftung. 
Der im Jahr 1905 verstorbene Herr Geh. Kommerzienrat Dr. G. von Siegle, lang 
jähriger Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aktiengesellschaft, stiftete am 1. Januar 1895 
ein Kapital von 60000 M., dessen Zinserträgnisse zur Unterstützung erholungsbe 
dürftiger Fabrikangehöriger bestimmt sind.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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