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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1008918695
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20162
Document type:
Monograph
Author:
Jürgensohn, Arved http://d-nb.info/gnd/1045767883
Title:
Weltporto-Reform
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 317 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel IV. Der Siegeszug des internationalen Pennyportos
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
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  • O
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  • Y
  • Z
  • Index

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Die drei Sozialmoralen. 403 gleichzeitige Verbindung: der Form nach wird Handel getrieben, jedoch wird durch alle Arten von Druck und Nötigung, Wucher und Erpressung der Rechtscharakter fortwährend gesprengt. Auch der Krieg tritt uns in zwei verschiedenen Formen entgegen, die den eben unterschiedenen beiden Formen des Rechts- und des Sachverhältnisses entspre- chen, nämlich als geregelter und ungeregelter Krieg ($ 25,)- Bei dem legteren Typus, sahen wir, wird der Mensch wie ein wildes Tier behandelt und gegebenenfalls rück- sichtslos ausgerottet, während bei dem ersteren der Kampf durch die Herrschaft ge- wisser Regeln im Sinne eines Völkerrechtes eingeschränkt und dadurch über die Stufe les animalischen auf diejenige des gesellschaftlichen Kampfes erhoben wird. Diese Formen des Krieges kommen jedoch nicht beide je nach den Verhältnissen gegen Fremde zur Anwendung, wie wir esseben von der Redchts- und der Sachmoral fest- stellten, sondern die Verteilung ist hier eine andere: gegen „fremde“ Stämme gibt 2 nur den ungeregelten Krieg, während der geregelte gegen solche geführt wird. mit denen man in mehr oder weniger nahen menschlichen Beziehungen steht. Anders ist das Bild, wo der Fremde innerhalbdes eige- nen Landes und Lebenskreises auftritt — sei es, daß er von außen in größeren Scharen eingedrungen ist, sei es, daß die Volks- genossen selbst zueinander in das Verhältnis der Fremdheit treten. Be- trachten wir zunächst den ersten Fall. Wo der Fremde von außen in das Gruppenleben eingedrungen ist, mischen sich alle drei Moralen, und zwar so, daß die Sach- und die Gruppenmoral vorwiegend den Inhalt und die Rechtsmoral vorwiegend die Form bestimmt. Der geraubte oder gefangene Sklave ist von Haus aus ein reines Beutestück. Im täg- lichen Zusammenleben kann die Härte sich jedoch mildern bis zu einer patriarchalischen Gemeinschaft. Die Teilgruppe der Leibeigenen ferner, die durch Eroberung und Unterwerfung in ihre Lage gekommen ist, ist von Haus aus ebenfalls als Beutestück des Siegers nicht besser gestellt. Auch hier mildert sich das Verhältnis im persönlichen Verkehr durchweg in ähnlicher Weise. Anderseits können Sklaven und Leibeigene vielfach fortgesegt wie eine Sache verkauft werden. Durchweg wird der ur- sprüngliche Sachcharakter freilich wiederum im Laufe der Zeit gemil- dert, indem Sitte und Überlieferung der Willkür des Herrn auch ab- gesehen von etwaiger persönlicher Annäherung gewisse Grenzen ziehen. Aber der Verlauf dieser Grenzen, die gedrückte Stellung der unteren Schicht, die Tatsache, daß sie als Geschöpfe zweiten Ranges dabei ein- geschägt und behandelt sind, weist doch auf den ursprünglichen rück- sichtslosen Gewaltwillen zurück: die brutale Machtgrundlage schimmert durch die Verhüllungen hindurch, die Sitte und Tradition gewoben haben. Und wo sich für den stärkeren Teil Gelegenheit bietet, seine Macht zu vergrößern und die abhängige Schicht im Besitz zu schmälern oder mit neuen Lasten zu belegen, da bricht der ursprüngliche Sach- charakter des Verhältnisses wieder rücksichtslos durch. Freilich wird

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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