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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

64 2. Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes u. das Budget. 
in Anspruch. Oft wurden gewisse Ausgaben gleich auf die Steuer 
repartiert, so in Schweden, wo die Bauern auf diese Wbise die 
Kosten für die Militärverpflegung erhielten. Neben den Etats 
(Spezialbudgets) der einzelnen Verwaltungszweige hat die Zentral 
kasse ihre eigene Bilanz, die sich aus den Einnahmen und Ausgaben 
der einzelnen Verwaltungszweige, dann aus den Steuern und Schulden 
ergab. Mit dem Aufleben des parlamentarischen Regimes und der 
Zentralisation der Staatstätigkeiten ergab sich die Notwendigkeit, 
daß das Budget ein getreuer Spiegel des ganzen Staatshaushaltes, 
ein einheitliches Bild desselben sei. Dies wird nur durch das Brutto 
budget erreicht, wo die gesamten Einnahmen ohne jegliche Abzüge 
und° ebenso die gesamten Ausgaben ohne alle Abzüge eingestellt 
werden. Mit dem Gedanken der Einheit des Staates „mußten auch 
die Ausgabe und Einnahme ohne Unterschied ihrer etatsmäßigen 
Verwendungen und Quellen als eine Einheit auch in der Auffassung 
der Staatsrechnung erscheinen, und damit bildete sich von selbst 
das verfassungsmäßige Prinzip der einheitlichen Bilanz, nach welchem 
kein Verwaltungszweig mehr ein Recht auf eine Ausgabe und Ein 
nahme für sich mit eigener wirtschaftlicher Bilanz hat, sondern alle 
Ausgaben Ausgaben des einheitlichen Staatsbudgets sind und alle 
Einnahmen als Einnahmen des letzteren anerkannt und verrechnet 
werden“ (Stein) 1 ). Folge dieses Prinzipes, daß die einzelnen Ver- 
waltungsweige wohl Einnahmen haben können, aber über dieselbe 
nicht verfügen. Nur aus dem Bruttobudget ersehen wir den ganzen 
Umfang des Staatshaushaltes; nur aus einem solchen Budget er 
kennen wir, wie groß derzeiten die Lasten sind, die die Staatsbürger 
tragen; nur aus einem solchen Budget erkennen wir, ob eine Ein 
nahmequelle nicht zu große Gestehungskosten verursacht, was dann 
zur Folge haben sollte, daß eine solche Einnahmequelle überhaupt 
abandonniert werde, da es ja gewiß unzweckmäßig ist, sagen wir, die 
Staatsbürger mit einer Last von 10 Millionen Mark zu bedrücken, 
wenn infolge der Kosten von diesem durch die Staatsbürger ge 
brachten Opfer nur eine Million in die Staatskasse fließt und zur 
Deckung der Staatsbedürfnisse zur Verfügung steht. Als eine in 
direkte Folge des Bruttosystems können wir auch den Umstand 
betrachten, daß, während beim Nettobudget gewissermaßen die Ein 
nahmen auch zur eventuell leichtfertigen Verausgabung führen, beim 
Bruttobudget die Einnahme nicht in den Ausgaben verschwindet. 
Es braucht nicht bemerkt zu werden, daß das Bruttobudget auch 
den Vorteil hat, daß daraus das Nettobudget ohne Schwierigkeit 
*) Lehrbuch der Finanz Wissenschaft. 5. Ausl. 1. Bd. 8. 219.
	        

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Die Heimarbeit Im Kriege. Verlag von Franz Vahlen, 1917.
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