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Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
1009139274
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23341
Document type:
Monograph
Title:
Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
Place of publication:
[Bochum]
Publisher:
[Verband der Bergarbeiter Deutschlands]
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (383 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

237 
Dann haben wohl alle Hüttenwerke an ihre Arbeiter viele 
Extrarationen von Speck, Fleisch und anderen Lebensmitteln 
verteilt. Die zu denselben Werken gehörenden Bergarbeiter er 
hielten nichts oder nur selten etwas, und diese erhielten auch 
geringere Löhne als jene. >so verteilte kurz vor Weihnachten 
der „Bochumer Verein" an seine Hüttenarbeiter in einer Woche 
ein paar Pfund Speck, die Bergarbeiter der Zeche Engelsburg, 
dicht am Bochumer Verein gelegen und ihm gehörend, erhielten 
so gut wie gar nichts. Auf Engelsburg sind die organisierten 
Bergleute sehr schwach, die wiktschwftIfriddlichen (Gelben) aber 
sehr stark vertreten. Trotzdem ein ziemlich einheitlicher Streik. 
Genau so war das Verhältnis auf der Kruppzeche Sälzer-Neuack 
in Essen. Die Gelben streikten alle mit. Die Erregung war 
groß. Eine große Anzahl anderer Zechen traten mit in den 
Streik. Es gab ja nicht einmal die geringe Kartoffelration, ja 
einige Gemeinden hatten auch keine Rüben mehr oder verab 
reichten ganz erfrorene Rüben. Auch die Fleischration wurde zur 
selben Zeit nicht geliefert. Kein Wunder, wenn die Arbeiter 
verzweifelten. Andere Kohlenzechen, die der Landwirtschaft 
Ammoniak liefern, bekamen von der Landwirtschaft größere 
Mengen Lebensmittel, die die Belegschaften und die Beamten 
erhielten. Andere Zechen, die kein Ammoniak produzieren, 
konnten wieder gar nichts für ihre Arbeiter beschaffen. Die fis 
kalischen Zechen im Ruhrrevier, ebenso die im Saarrevier, be 
schaffen ebenfalls solche besonderen Lebensmittel für ihre Be 
legschaften, weil ohne solche Extrarationen nicht auszukommen ist. 
Auch der Preisunterschied, der bei den verteilten Lebens 
mitteln zum Vorschein kam, hat viel Erregung erzeugt. Manche 
Zechen nahmen für sogenannte — meist in Deutschland produ 
zierte — Auslandsware doppelt so hohe Preise, als andere 
Zechen. So wurde Speck von der einen Zeche zum Preise von 
4 Mark, von anderen zu 6 bis 7,60 Mark, Fleisch zum Preise von 
3,60 bis 6,60 Mark abgegeben. Wurst gab es zum Preise von 
2 Mark auf der einen, bis zu 7 und 8 Mark auf anderen Zechen. 
Auch für Bohnen nahmen Zechen oder Hüttenwerke 60 Pf., 
andere Zechen 1,56 Mark das Pfund: für Erbsen sogar 1,87 Mark 
für das Pfund, während Hüttenwerke auch für 60 Pf. das Pfund 
abgaben. 
Ohne solche Extrarationen kann, wie gesagt, auch die so 
schwere Arbeit leistende Bevölkerung nicht bestehen. Nament 
lich könnten ohne sie nicht so viel Ueberschichten geleistet werden. 
Das Kriegseruährunzsamt hat fast alle seine Versprechungen 
für die Schwer- und Schwerstarbeiter nicht gehalten, teilweise 
sogar widerrufen. So fuhr vom Regierungsbezirk Düsseldorf 
eine Deputation von Kriegsausschüssen der Schwerstarbeiter 
(Herr Geheimrat Simon, ein Werksdirektor und der Vorsitzende
	        

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Material Zur Lage Der Bergarbeiter Während Des Weltkrieges. [Verband der Bergarbeiter Deutschlands], 1919.
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