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Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
1009139274
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23341
Document type:
Monograph
Title:
Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
Place of publication:
[Bochum]
Publisher:
[Verband der Bergarbeiter Deutschlands]
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (383 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

33« 
bureaukratisches Eingreifen. gewisser Behörden auf deni Lande 
den nur an den Sonntagen zu Hause weilenden Bergleuten sogar 
»och diese Freizeiten durch ^nutzlose Laufereien und Besorgungen 
genommen werden. Die Saarbergleute wenden sich vor allen 
Dingen 
gegen die niedrigen Löhne, 
nicht nur, weil die Teuerung Familien mit niedrigem Einkom 
men zum Hungern und zur unerträglichen Entbehrung ver 
dammt, sondern weil die niedrigen Löhne auch ein Unrecht be 
deuten. Die Lohnunterschiede betragen im Saarbergbau bei den 
Hauern 5 und 6 und mehr Mark, es gibt, wenn nicht viele, so 
doch Bergarbeiter, die fast den doppelten Lohn verdienen, wie 
ihre Mitkameraden gleichen Berufsgrades, Dabei haben, wie 
jeder Berufsbergmann weist, oft die Männer um den geringeren 
Lohn sich mehr abgemüht, als diejenigen, denen glückliche Ver 
hältnisse zur Seite standen und die hohe Löhne verdienten. Auf 
Gruben in den Nachbargebieten des Saarreviers, z. B. die 
Pfälzischen, sind die Hauerlohnunterschiede aufs äusterste einge 
schränkt, sie bürsten in St. Ingbert und Verbuch kaum 2 Mark 
betragen. Warum soll das im Saargebiet nicht möglich sein, 
warum soll es keinen Weg geben, der dem pfälzischen niedrigen 
Lohnunterschied nahekommt? Leiden könnte doch höchstens das 
System, daß Gedinge vielfach nach Gunst und Ungunst verteilt 
werden, worüber die Klagen der Bergarbeiter auch nicht auf 
hören. Und schließlich liegt es im Interesse des Bergfiskus- 
ivie auch im Interesse anderer Unternehmer selbst, daß di'e Quelle 
des ständigen Unfriedens in der Arbeiterschaft, das sind nicht 
allein die großen Lohnunterschiede, das sind vor allen Dingen 
die niedrigen Löhne, endlich verstopft wird und die Arbeiter ihrer 
Arbeit und ihres Lebens froh werden. Dazu gehört dann noch 
die Beseitigung der im Saargcbict grassierenden 
Scheingcdinge. 
Ee schwächt die frohe Arbeit, die Aussicht, nicht zu wissen, was- 
verdient wird. So geht es einem großen Teile der Gedingear 
beiter, die vielfach erst in den letzten Tagen des Monats erfahren,, 
was sie ungefähr, bestimmt wissen sie es immer noch nicht, ver 
dienen. und die auch hier sich der Gunst und Ungunst ihrer Vor 
gesetzten überlassen sehen. Schließlich fordern die Bergleute die 
Erhöhung der Schichtlöhne unter und über Tage 
Erhöhung auch der Löhne für Frauen und jugendliche Arbeiter. 
Wie häufig finden sich Frauen, die durch ihre Erwerbsarbeit, 
wenn der Mann im Felde oder verstorben ist, gezwungen sind, 
sich und eine Anzahl Kinder zusammen zu ernähren. Da heißt 
es auch bei den ineisten Frauen im Saargebiet: Arbeiten und 
hungern! Ueber Tage werden ausgelernte Handwerkm (Be 
rufshandwerker) oft nicht besser bezahlt, wie ungelernte Lchicht-
	        

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The Law of Friendly Societies, and Industrial and Provident Societies, with the Acts, Observations Thereon, Forms of Rules Etc., Reports of Leading Cases at Length, and a Copious Index. Shaw and Sons, 1881.
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