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Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
1009139274
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23341
Document type:
Monograph
Title:
Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
Place of publication:
[Bochum]
Publisher:
[Verband der Bergarbeiter Deutschlands]
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (383 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

— 53 — 
brüchen getötet worden. (Siehe „Bergarbeiter-Zeitung" voin 
Mai 1914 über das Unglück auf dem Bögeschacht vom 9. Mai 
1914.) Unsere Leute — die einheimischen Bergarbeiter — von 
dem Rosenberg- und dem Albertschacht sind alle nach dem Böge 
schacht geschickt worden. Die 60 Russen arbeiten gesondert auf 
dem Rosenberg- und Albertschacht. Der Bögeschacht ist über 
füllt, die Förderung stockt und können unsere Leute keine Wagen 
bekommen. Dadurch erleiden sie Lohneinbutzen, indem sie nichts 
verdienen können. Dafür einige Beispiele: 
Der Arbeiter Seibt verdiente am 15. Februar 1,80 Mk., 
an, 16. Febr. 2,80 Mk. Auf dem alten Schacht hat er 6 Mk. 
verdient. — Der Arbeiter H. verdiente am 15. Febr. 1,90 Mk., 
an, 16. Febr. 2,20 Mk., auf dem alten Schacht hat er in der 
letzten Zeit 6,25 Mark verdient. — Der Arbeiter V. hat am 
16. Febr. 3,60 Mk. verdient, ist am 16. Februar wegen eines 
Streites mit dem Steiger Hermsdorf nicht angefahren. V. hat 
auf der alten Stelle 6 Mark verdient. Die Verlegung ist den 
Leuten erst wenige Tage vorher mitgeteilt worden. Sie wollten 
versuchen, zu verhandeln, und wenn das nicht helfen sollte, den 
Bergrat anrufen. Am Sonnabend ist die ganze Belegschaft, 
nachdem sie früh nach dem Direktor gefragt hat, am Abend 
nach dem Albertschacht bestellt worden. Der Direktor Schatz 
kam puterrot vor Zorn an und frug: „Wer will das Wort? 
Doch wieder M. und L.!" (Ersterer unser Kassierer und letzterer 
unser Vertrauensmann.) Er ließ aber keinen zu Wort kommen, 
sondern begann Kriegsartikel vorzulesen: Wer Montag nicht 
anfahre, werde Soldat und müsse für 63 Pf. pro Tag arbeiten 
und bekäme eine bestimmte Anzahl Wagen zu leisten von der 
Militärbehörde vorgeschrieben. Sie sollten nicht denken, datz sie 
für 63 Pf. nichts zu leisten brauchten. Unsere Funktionäre 
nannte er Aufwiegler und ob sie nicht wüßten, datz derjenige, 
der Leute aufwiegele, mit mindestens zwei Jahren Znchthaus 
bestraft würde. Euch beiden werde ich etwas „Extras" besorgen, 
Ihr seid die Aufwiegler. In einer solchen schweren Zeit wollt 
Ihr euch unterstehen, so etwas zu machen? Pfui, pfui, pfui! 
und er spuckte vor der ganzen Belegschaft aus.—Der Vertrauens- 
man L. frug ihn: „Was denken Sie denn eigentlich, warum 
wir mit Ihnen verhandeln wollen? Wir wollen doch nur ver 
handeln, ob wir nicht an unseren Arbeitsplätzen bleiben können." 
Hierauf antwortete Schatz: „Wir sind Herr im Hause; das 
machen wir, wie wir wollen, wie es uns paßt, und lassen uns 
jetzt in der ernsten Zeit keine Vorschriften machen. Damit legen 
Sie Ihrem Verband keine Ehre ein." L. erwiderte: „Wir 
haben ja nicht gesagt, daß wir streiken wollen, wir wollen doch 
nur verhandeln." Schah: „Den Verstand habt Ihr nicht, sonst
	        

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Schragen Der Gilden Und Aemter Der Stadt Riga Bis 1621. Häcker, 1896.
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