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Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
1009139274
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23341
Document type:
Monograph
Title:
Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
Place of publication:
[Bochum]
Publisher:
[Verband der Bergarbeiter Deutschlands]
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (383 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

56 
Aus Oberschlesien wird schon lange über zu geringen Lohn 
und zu starken Druck zum Verfahren von Ueberschichten geklagt. 
Da den Arbeitern die Behandlung zu bunt wurde, brach am 
12. Februar auf der C a st e I l e n g o g r u b e ein teilweiser 
Streik aus. Man vermutete aber, daß Vertrauensleute der 
Bergarbeiterorganisationen den Streik angezettelt hätten. Das 
ist durchaus unrichtig. Zum Beweise bringen wir einen Brief, 
welchen unser Vertrauensmann unserer dortigen Zahlstelle 
Rokittnitz an die Bezirksleitung in Kattowitz schrieb, hier zum 
Abdruck, welcher darüber Auskunft gibt: 
„Rokittnitz, den 12. Febr. 1915. 
Werter Kam erad st 
Ich mache Dir die wenig erfreuliche Mitteilung, datz hier auf der 
Castellengogrube ein wilder Streik ausgebrochen ist. Es hat sich fol 
gendes zugetragen: Mitwoch, den 10. Februar, sollten wir wieder 
Fünfviertelschicht arbeiten. Da bleiben die Schlepper früh am Schacht 
stehen. Sie wurden gefragt: „Warum?" worauf sie antworteten: 
„Wir wollen keine Fünfviertelschicht arbeiten, denn es kam schon öfter 
vor, datz Fünfviertelschicht ausgeschrieben und dann um 4 Uhr Schicht 
geschlagen wurde, anstatt um 3 Uhr." Die meisten Leute haben schon 
die Förderung, das bekannte Pensum auf Fünfviertelschicht gefördert, 
denn jeder eilt sich schon gleich früh mit der Arbeit. Kurz und gut, 
die Verwaltung trachtet nur nach billiger. Förderung. Auch ist es nicht 
gut, die Kameraden so lange am Schacht zu halten. Wenn wir wirk 
lich Fünfviertelschicht arbeiten, da müssen wir pünktlich zur Minute 
bis fünf Uhr vor Ort sein. Dann geht erst die erste Schale nach oben 
und dauert bis sechs Uhr, denn wir fahren hier von zwei Flözen aus 
und da kommen die meisten Kameraden erst um 7 Uhr nach Hause, 
denn es ist hier überall weit zu gehen. Das ist empörend. Auf an 
deren Zechen wird das wirklich anders gehandhabt. 
Auf die Antwort, die die Schlepper gaben, datz sie keine Fünf 
viertelschicht arbeiten wollten, wurde den Schleppern gesagt: „Ihr 
braucht das ja nicht." Dann kamen die Steiger unter Tage und sagten, 
datz, wer vor 3 Uhr Schicht macht, bestraft wird. Es standen denn auch 
wirklich drei Steiger am Schacht, welche jeden Arbeiter aufschrieben. 
Die Seilfahrt fing erst um 334 Uhr an, anstatt um 3 Uhr. Es war 
ein Gejohle und ein Gedränge. Dann blieben die Leute alle stehen und 
-wollten den Bergverwalter sprechen. Dieser hat dann den § 2 der 
Arbeitsordnung verlesen und gesagt, datz wir von morgens 6 Uhr bis 
nachmittags 3 Uhr arbeiten müssen; dann müssen die ersten schon um 
5 Uhr früh einfahren und die letzten um 4 34 Uhr nachm, ausführen. 
Es fahren immer vier Schalen vom Pochhammerflöz und dann zwei 
Schalen vom Oberbankflöz aus. Also immer abwechselnd. Eine wirk 
lich miserable Seilfahrt.
	        

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Material Zur Lage Der Bergarbeiter Während Des Weltkrieges. [Verband der Bergarbeiter Deutschlands], 1919.
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