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Selling Latin America

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
101030657X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-41609
Document type:
Monograph
Author:
Aughinbaugh, William E.
Title:
Selling Latin America
Place of publication:
Boston
Publisher:
Small, Maynard & Company Publishers
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 408 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XXI. Methods of doing Business
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

151 
Aus zwei großen Gründen hat unsere Weltpolitik Fiasko gemacht. 
Erstens hat unser Reich hauptsächlich auf wirtschaftlicher Ausbeutung 
beruht. Zweitens ist seine Politik zu einer Zeit ausgebildet worden, wo 
die durch die historische Erfahrung bewirkten wesentlichen Unter 
schiede zwischen den Völkern noch nicht erkannt wurden; wo der 
Westen, der von seiner Überlegenheit über den Rest der Welt überzeugt 
war und glaubte, daß Fortschritt die Erziehung der übrigen Welt mit 
abendländischen Mitteln und Methoden bedeutete, seine Kultur, sein 
Recht, seine Politik, seine Religion mit sich nahm, so wie er seine Klei 
dung mit sich schleppte, und dann versuchte, alle Völker nach seinem 
Ebenbilde neu zu schaffen. Der Westen hat es ehrlich gemeint, er hat 
sich redlich und ergeben befleißigt, seine Pflicht zu erfüllen, aber er hat 
sein Ziel verfehlt. 
B. DAS REICH UND DIE SELBSTREGIERUNGS-KOLONIEN 
E in Reich autonomer Staaten gibt nicht dieselben Probleme auf wie 
ein Reich abhängiger Gebiete, aber es stellt uns vor eine sehr wichtige 
Frage. Welche Stellung sollen solche Staaten im Reiche einnehmen? 
Wenn das Stammland von den Tochterstaaten verehrt wird, so ent 
steht die Frage kaum, aber ein solcher Zustand der Dinge kann nicht 
viele Generationen lang währen. Die Pflanzstaaten fühlen bald den 
Stolz und die Unabhängigkeit der Reife. Sie werden reich, nehmen in 
der Welt einen Platz ein und erwerben ökonomische und politische Inter 
essen, die sowohl mit denen fremder Staaten als des Mutterlandes rin 
gen und kollidieren. Sie reklamieren infolgedessen ein stets wachsendes 
Maß von Unabhängigkeit. Wenn die Staaten tatsächlich unabhängige 
Nationen geworden sind, — wie unsere sich selbstregierenden Kolo 
nien es jetzt sind, — was sollen dann innerhalb des Reiches die Gren 
zen ihrer Macht sein? Kann z. B. jeder einzelne Staat die anderen in 
einen Krieg verwickeln? Allmählich aber stetig erwächst dies Problem. 
Es kann mit folgenden Worten gekennzeichnet werden: Soll sowohl das 
Reich wie die es bildenden Staaten ein Organismus sein oder ein mecha 
nischer Verband gleicher Staaten? Wäre letzteres der Fall, so wäre das 
Reich wenig mehr als eine Allianz, wie sie unter den griechischen Staats 
wesen und zwischen den italienischen Städten üblich war. Die Eigen 
tümlichkeiten einer solchen Union würden sich mit der Zeit entwickeln. 
Das Stammland hörte auf, das Haupt des Bundes zu sein. Es wäre ein
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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