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Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns

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Bibliographic data

fullscreen: Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns

Monograph

Identifikator:
1010817671
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-30359
Document type:
Monograph
Author:
Schüller, Richard http://d-nb.info/gnd/118937510
Title:
Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns
Edition:
Sonderabdruck aus: "Zeitschrift für Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Verwaltung"
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manzsche k.u.k. Hof- Verlags- und Universitäts-Buchhandlung
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (20 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns
  • Title page
  • 1.
  • 2.
  • 3.
  • 4.
  • 5.
  • 6.

Full text

Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns. 15 
ungarische Produktionsinteressen geltend machten, wurden aller 
dings beträchtliche Erhöhungen vorgenommen oder hohe Zölle 
aufrecht erhalten. Das Niveau der Industriezölle mußte dann in 
den Handelsverträgen mehr, als dies sonst notwendig gewesen 
wäre, ermäßigt werden, um unsere agrarischen Forderungen durch 
zusetzen. Andrerseits hatten wir Erhöhungen der ausländischen 
Industriezölle hinzunehmen, da wir auf landwirtschaftlichem Ge 
biete nur geringe Zugeständnisse machen konnten. So wurde die 
Einfuhr von Industrieartikeln, deren inländische Produzenten mit 
der erhöhten Konkurrenzfähigkeit vieler ausländischer Industrien 
zu rechnen haben, nicht erschwert, unsere Ausfuhr dagegen be 
hindert. Die Folgen zeigen sich z. B. in dem Verkehr mit Deutsch 
land, dessen Bilanz sich um mehr als 400 Millionen zu unseren 
Ungunsten verschoben hat; ebenso charakteristisch ist der Rück 
gang unseres Exportes nach Serbien, der im Jahre 1905 33 Mil 
lionen Kronen, d. i. 60<>/o der serbischen Gesamteinfuhr betrug, 
während wir im Jahre 1910 nur 18 Millionen Kronen, d. i. nicht 
viel über 20o/ 0 der serbischen Gesamteinfuhr, erreichten. Im 
ganzen ist unsere industrielle Handelsbilanz im letzten Dezennium 
weniger aktiv geworden. Dies ist um so bedenklicher, als wir 
steigende Summen für Rohstoffe und Nahrungsmittel an das Aus 
land zu zahlen haben. Alle anderen Staaten, deren Handelsbilanz 
passiv ist, weisen ein steigendes Aktivum im Verkehr mit In 
dustrieartikeln auf. Die passive Bilanz ist das Anzeichen der 
Entwicklung zum Industriestaat. Bei uns aber tritt das Passivum 
der ganzen Bilanz gleichzeitig mit der Verringerung des Aktivums 
der Industriebilanz auf. Dies ist neben den bei den Rohstoffen 
schon erwähnten Momenten die wichtigste Ursache des so plötz 
lichen und starken Anwachsens unseres Passivums. 
4. 
Schwierig ist die Beantwortung der Frage, welchen Einfluß 
die Veränderungen unserer Handelsbilanz auf unsere Zahlungs 
bilanz üben. Nach den Berechnungen des Finanzministeriums 10 ) 
gestaltete sich die Zahlungsbilanz Österreich-Ungarns im Durch 
schnitt der Jahre 1892 bis 1901 in folgender Weise: Saldo der 
durch die Effektenbesitzverhältnisse bedingten internationalen 
10 ) Tabellen zur Währungs-Statistik, verfaßt im k. k. Finanzministerium, 
zweite Ausgabe, zweiter Teil, drittes Heft „Daten zur Zahlungsbilanz“, Wien 1904.
	        

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Die Handelspolitik Und Handelsbilanz Österreich-Ungarns. Manzsche k.u.k. Hof- Verlags- und Universitäts-Buchhandlung, 1912.
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