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Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns

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Bibliographic data

fullscreen: Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns

Monograph

Identifikator:
1010817671
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-30359
Document type:
Monograph
Author:
Schüller, Richard http://d-nb.info/gnd/118937510
Title:
Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns
Edition:
Sonderabdruck aus: "Zeitschrift für Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Verwaltung"
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manzsche k.u.k. Hof- Verlags- und Universitäts-Buchhandlung
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (20 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns
  • Title page
  • 1.
  • 2.
  • 3.
  • 4.
  • 5.
  • 6.

Full text

Die Handelspolitik und Handelsbilanz Österreich-Ungarns. 
5 
in der Regel um mehr als 3 Kronen über dem Marktpreis stehen. Daß 
die weitere Erhöhung der Zölle um 3 Kronen fürWeizen, 2 1 / g Kro 
nen für Roggen usw. erforderlich gewesen sei, um die ungefähr 
in dem Tempo der früheren Jahrzehnte fortschreitende Entwick 
lung unserer Getreideproduktion zu ermöglichen, könnte nicht 
begründet, geschweige denn bewiesen werden. 
Die Viehzählung des Jahres 1910 hat ergeben, daß sich 
die Zahl der Rinder seit dem Jahre 1900 um 351.000 Stück ver 
ringert, die Zahl der Schweine um 1'7 Millionen Stück ver 
größert hat. Neben der Zahl ist auch die Qualität der Tiere zu 
berücksichtigen; im Parlamente wurde dargelegt, daß insbeson 
dere die Ochsen östlicher Provenienz im Gewicht eine Zunahme 
zeigen. Es ist auch darauf hingewiesen worden, daß die Vieh 
zählung in einem ungeeigneten Momente stattgefunden habe, 
Futternot und Seuchen gerade in den letzten Jahren die Viehzucht 
schädigten, und daß ferner schon im Jahre 1902 eine Verminde 
rung der Rinderzahl um 500.000 Stück festgestellt wurde, so daß 
der Viehstand inzwischen wieder etwas gestiegen sei. Der Vieh 
stand Österreichs betrug: 
1880 
1890 
1900 
1910 
Millionen 
Stuck 
Hornvieh 
86 
8’6 
9-5 
916 
Schweine 
27 
3-5 
4-7 
6-4 
Schafe 
38 
3-1 
26 
2-4 
Ziegen 
10 
10 
10 
1*2 
Pferde 
1-5 
1-5 
1'7 
1-8 
Unser Rindviehstand weist seit 30 Jahren eine nur geringe 
Zunahme auf; das Ergebnis der letzten Zählung kann daher in 
der Hauptsache nicht auf Zufälle zurückgeführt werden. Die un 
gleiche Entwicklung der einzelnen Viehgattungen ist in den land 
wirtschaftlichen Verhältnissen begründet. Die Zahl der Schafe 
geht konstant zurück, weil es an Schaf weiden fehlt; die Zahl 
der Schweine dagegen wächst rasch, weil sie, im Gegensatz zur 
Rindviehhaltung, nicht auf den Ankauf von Einstellvieh ange 
wiesen ist und, dank der weitgehenden Verwendung von Abfall 
produkten zur Schweinefütterung, viel weniger als die Rindvieh 
zucht vom Anbau und der Ernte der Futtermittel abhängt. Die 
Verteuerung des Futtergetreides durch die erhöhten Zölle mußte 
der Entwicklung unserer Viehzucht entgegen wirken. Wir sind da
	        

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Die Handelspolitik Und Handelsbilanz Österreich-Ungarns. Manzsche k.u.k. Hof- Verlags- und Universitäts-Buchhandlung, 1912.
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