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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

596 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
im stillen gezogen hat, zu überschreiten; dann wird der Punkt 
des Abschlusses durch einen Feilschhandel bestimmt werden 1 ). 
3. Eine weitere Frage; Warum gibt es auf dem Markte nur 
einen gleichen Preis für gleiche Gegenstände? — Wenn doch diese 
Nützlichkeit in jeder Einheit besonders und für jedes Individuum 
subjektiv in Betracht gezogen werden soll, so scheint es, als ob es 
fast ebensoviel verschiedene Werte, wie Einheiten geben müsse, da 
[ ) Hier ersetzen nun Ziffern und Diagramme vorteilhaft lange Ausführungen. 
Wenn wir nämlich eine aufsteigencle Kurve zeichnen, die die Nützlichkeit jeder 
Handvoll hingegebenen Salzes vorstellt, und eine absteigende Kurve, die die Nützlichkeit 
jeder Handvoll erworbenen Reises vorstellt, so müssen sich diese Kurven notwendiger 
weise schneiden, da sie in umgekehrter Richtung verlaufen; der Punkt, an dem 
sie sich schneiden, ist nun gerade der, an dem beide ausgetauschten Handvoll 
gleich sind. 
Hier muß aber eine Verwechslung vermieden werden: man ist geneigt zu 
glauben, daß jeder Austausch eine Gleichwertigkeit bedeutet, d. h. eine Gleichheit 
des Grenznutzens einer jeden Ware für die beiden Austauschenden. Das ist durchaus 
nicht der Fall. Zwischen dem Wunsch des einen und dem des anderen besteht 
kein gemeinsames Maß — keine Brücke (no bridge), wie die englischen 
Hedonisten sagen —, sondern es handelt sich um die Gleichheit des Grenznutzens der 
beiden Waren für denselben Austauschenden. Im Innern eines jeden 
geschieht das Wägen. Und der auf dem Markte verwirklichte Austausch ist nur 
die Resultante aller dieser möglichen Tausche. 
Die österreichische Schule zieht zur Erklärung des Tausches eine Hypothese 
zu Hilfe, die vielleicht nicht unentbehrlich ist, denn andere Volkswirtschaftler, wie 
Waleas, sind sehr gut ohne sie ausgekommen; es ist das, was sie das Grenzpaar 
nennt. Man muß sich Verkäufer und Käufer in zwei Reihen einander gegen 
über aufgestellt denken. Auf seiten der Verkäufer mißt ein jeder dem Gegen 
stände, den er besitzt und verkaufen will, eine verschiedene Nützlichkeit bei; 
auf seiten der Käufer tut ein jeder dasselbe mit Hinsicht auf den zu erwerbenden 
Gegenstand. Zwischen dem Verkäufer nun, der dem von ihm zu verkaufenden 
Gegenstand die größte Nützlichkeit beimißt, der also am wenigsten zum 
Verkauf geneigt sein wird, und dem Käufer, der im Gegenteil dem von ihm 
zu erwerbenden Gegenstand die geringste Nützlichkeit beimißt, dem also, der am 
wenigsten zum Kauf geneigt sein wird, wird sich hier der erste Austausch 
vollziehen, der den Marktpreis für alle anwesenden Parteien festlegt. Auf den 
ersten Blick erscheint es unverständlich, wie das Geschäft von den Gliedern der 
beiden Parteien eröffnet werden kann, die am wenigsten Neigung zu einem Abschluß 
haben. Es würde natürlicher erscheinen, daß der Handel zunächst zwischen dem 
Verkäufer, der am meisten zu einem Verkauf gedrängt ist und nötigenfalls sich 
mit 10 Fr. für den Hektoliter zufrieden geben würde, und dem Käufer, der am 
meisten zum Kauf gedrängt ist und der schließlich auch 30 Fr. für den Hektoliter 
zahlen würde, zustande kommen müsse! Bei einigem Nachdenken wird man aber 
sehen, daß der Preis gerade deshalb, weil beide bereit sind, zu jedem Preis abzusohließen, 
unbestimmt bleiben wird. Diese beiden Ungeduldigen werden sicherlich abwarten, 
bis die am wenigsten zu einem Abschluß gedrängten zu einem Einverständnis 
gelangt sind. Es ist natürlich, daß die, die am wenigsten voneinander entfernt 
sind, zuerst Zusammenkommen. Diese beiden Austauschenden nun, die so das 
Marktgesetz festlegen, nennt man „das Grenzpaar“.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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