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Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich

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Bibliographic data

fullscreen: Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich

Monograph

Identifikator:
1011190613
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21005
Document type:
Monograph
Author:
Loewenfeld-Russ, Hans http://d-nb.info/gnd/118813692
Title:
Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (42 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich
  • Title page

Full text

, Was waren beim die Gründe der während deZ Krieges ver-" 
/fügten Beschränkungen der Einfuhr? Während des Krieges*) war die 
Zentralisierung und Monopolisierung der Einfuhr eine Folge der Be 
schränkung der Einkaufsmöglichkeit auf ganz bestimmte Märkte, eine 
Folge der Verminderung des AnboteS gegenüber einem drängenden 
. Bedarfe der Zentralmächte. Da nur geringe Mittel, zur Verfügung 
standen, um jene Lebensmittel und Bedarfsartikel zu erwerben, welche 
zur Fortführung unserer Wirtschaft unbedingt notwendig waren, konnte 
man den Handel nicht schrankenlos schalten und walten lassen. Die 
freie Konkurrenz im Anslande führte zu ungeheuren Preistreibereien 
und Überanboten, welche die Regierungen der neutralen Staaten, in 
denen wir überhaupt einkaufen konnten, zu Ausfuhrverboten drängten, 
wodurch wir speziell auf dem Gebiete des Ernährungswesens schließlich 
zu einem System der Einfuhrverbote und Einfuhrbewilligungen 
gelangten und zu monopolartigen Organisationen, welchen die Einfuhr- 
tätigkeit und Verteilung der importierten Waren übertragen wurde. 
Insbesondere unser Verhältnis zu Deutschland zivang uns, auf dem 
Gebiete des Jmporthandels im Rahmen einer kartellmäßigen Verein 
barung die durchaus zentralisierte Einfuhr aufrechtzuerhalten. 
Das System der gebundenen Einfuhr blieb auch nach Abschluß 
des Waffenstillstandes während der Dauer der Blockade und zum Teile 
auch nach deren Aufhebung aufrecht, da sich die Verhältnisse, wie sie 
während des Krieges bestanden, nicht nur nicht gebessert, sondern viel 
fach noch verschärft hatten. Auf dem Gebiete der Einfuhr von Nahrungs 
mitteln wurde jedoch bereits eine Art Übergangswirtschaft eingeleitet, 
indem an die zentralen staatlichen Einkaufsorganisationen unter Heran 
ziehung des Handels eine Reihe kaufmännischer Organisationen ange 
gliedert wurden, welchen für bestimmte Artikel die Durchführung der 
Einfuhr übertragen wurde. Zweck dieser Maßnahme war, in dem 
Zeitraume seit dem Waffenstillstand bis zur erhofften Wiederkehr 
normaler Verhältnisse, der Kaufmannschaft und dem Handel in der 
Form der Organisation die Möglichkeit zur Mitwirkung beim Importe 
und zur Wiederanknnpfung ihrer Verbindungen mit dem Auslande zu 
geben. Die Mehrzahl dieser Organisationen hat die ihr übertragenen 
*) Siehe die ausführlichen Mitteilungen Sektionschefs Riedl sowie meine 
Ausführungen in der ,,Vereinigten Kommission des Abgeordneten- und Herren 
hauses für Kriegswirtschaft", Stenographisches Protokoll der 1, Sitzung am 
11. September 1917,
	        

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Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich. Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung, 1919.
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