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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
101124439X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21219
Document type:
Monograph
Author:
Hollander, Jacob H. http://d-nb.info/gnd/136924867
Title:
War borrowing
Place of publication:
New York
Publisher:
The Macmillan Company
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (215 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
The treasury
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

86 
Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise. 
vorzüglichste Mittel, um die übermäßig gestiegene Kaufkraft 
einigermaßen wieder in Übereinstimmung mit dem verringerten 
oder nicht in gleichem Maße gestiegenen Sachgütervorrat zu brin 
gen 1 ). Man hat zur Veranschaulichung dieses Vorganges vielfach 
das Bild von dem „Wasser“ aus der amerikanischen Finanzpraxis 
gebraucht. Wenn eine Unternehmung auf technisch gesunder 
Grundlage aufgebaut ist, aber die Einnahmen keine oder nur eine 
geringe Rente auf ein hohes Nominalkapital zulassen, mit anderen 
Worten: wenn die Unternehmung überkapitalisiert, das Kapital ver 
wässert ist, dann bietet die Herabsetzung des Kapitals, die Ab 
schöpfung des „Wassers“ die Möglichkeit, die wirklichen Ver 
mögenswerte und die erzielten 'Einnahmen wieder in ein richtiges 
Verhältnis zum Nominalkapital zu bringen, das die rechnungs 
mäßigen Anteile der Teilhaber oder Gläubiger an der Unternehmung 
darstellt. Indem der Nennwert der einzelnen Anteile herabgesetzt, 
das Gesamtkapital ermäßigt wird, erhöht sich bei gleicbgebliebenen 
Einnahmen die Rente auf das verringerte Nominalkapital, auf die 
einzelnen Kapitalanteile, und gleichzeitig wird es möglich, dem 
Unternehmen auf dieser neuen Grundlage neues Kapital zuzufüh 
ren, das die Produktivität des Ganzen steigern soll und kann. 
Man wird aber stets beachten müssen, daß dieses Bild aus der 
kaufmännischen Finanzpraxis lediglich den Wert eines Veran- 
schaulichurgsmittrls haben kann. Es kann keine Rede davon sein, 
daß das Verfahren, das bei einer privatwirtschaftlichen Unter 
nehmung mit Erfolg angewendet wird, auch ohne weiteres auf 
den heutigen Zustand der deutschen Volkswirtschaft und dazu 
noch mit den entsprechenden Folgen übertragen werden kann. 
Die Volkswirtschaft ist keine Unternehmung; sie läßt weder eine 
mechanische Berechnung der nominellen Ansprüche auf den Sach 
gütervorrat der Volkswirtschaft noch eine solche des richtigen 
Verhältnisses von Einkommen, Vermögen und Preisen zu. 
Ohne allen Zweifel hat die Vermögensabgabe eine allgemeine 
und weitgehende Kaufkraftminderung zur Folge, selbst dann, 
wenn die Steuerpflichtigen — was bis zu einem gewissen Grade 
zu erwarten ist — versuchen werden, auch ihr Einkommen zur 
Deckung der Steuerlasten heranzuzieben. In der Hauptsache wird 
jedoch die Vermögensabgabe aus dem Vermögen bezahlt werden 
l ) Anders Terhalle, der a. a. O. S. 95 — aus den oben widerlegten Gründen — 
die „Einmalige als Mittel der Deflationspolitik ablehnt“.
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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