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Die Kaufkraft des Geldes

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Bibliographic data

fullscreen: Die Kaufkraft des Geldes

Monograph

Identifikator:
1011249006
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-31942
Document type:
Monograph
Author:
Wilden, Josef http://d-nb.info/gnd/117380016
Title:
Zur wirtschaftlichen Förderung des Handwerks
Place of publication:
Crefeld
Publisher:
Wilhelm Greven Buchdruckerei
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (67 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Bildungseinrichtungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

K&-H~rÜHäÄ#o.f “ 
196 
Die Wirtschaftlichkeit. 
niker gebraucht sogar das Wort Rentabilität, wenn er den technischen Aufwand 
an Stoffen und Kräften, sowie die erzielte Leistung in Geld faßt, um den techni 
schen Wirkungsgrad vergleichbar zu machen und ihn als Geldziffer in die Kapital 
rechnung einzufügen. Genau gesehen, handelt es sich um eine Art technische 
Rentabilität, die an der technischen Anlage haftet, einer Maschine, einer 
Transportanlage, einer Kraftstation. Die Betriebs-Wirtschaftlichkeit wie die 
Unternehmungs-Wirtschaftlichkeit ist mehr als diese rechnerische Erfassung der 
Technik: ist die Wirtschaftlichkeit des ganzen Betriebes, der ganzen Unterneh 
mung, eben des ganzen Wirtsohaftsbetriebes mit allen seinen Einrichtungen, seinen 
Beziehungen zum Markt und seiner Kapitalausstattung. Deshalb sollten die Tech 
niker im Bereiche der Technik von der technischen Wirtschaftlichkeit oder besser 
und deutlicher vom Wirkungsgrad sprechen. 
Schlimmer ist nun aber, daß Techniker und leider auch Wirtschaftsrechtler dazu über 
gehen, die beiden Begriffe: Rentabilität und Wirtschaftlichkeit, die wir soeben entwickelt 
haben, durch das Wort Wirkungsgrad zu ersetzen. Der vermutliche Grund ist: da angeblich 
die Bezeichnungen Rentabilität und Wirtschaftlichkeit nicht hinreichend unterschieden wer 
den können, für sie einfach Wirkungsgrad zu sagen. Nun ist das Durcheinander da: an 
Stelle der Klarstellung ist der Unklarheit Tür und Tor geöffnet. Man braucht nur einen 
Prüfungsbericht zu lesen, in dem Rentabilität, Wirtschaftlichkeit und Wirkungsgrad einfach 
ausgewechselt sind, ohne ihre sprachlichen und herkömmlichen Unterschiede zu beachten, um 
zu erkennen, wie nötig es ist, daran zu erinnern, daß es auch in der Wirtschaft erforderlich ist, 
eine klare und eindeutige Sprache zu sprechen. Man bestellt ja auch nicht beim Kellner ein 
Gericht Hühnerragout, wenn man zwei Eier im Glase haben will. 
3. Die Gestaltung der Wirtschaftlichkeit. Wirtschaftlichkeit bedeutet Anwen 
dung des wirtschaftlichen Prinzips im Wirtschaftsbetrieb. Sie bezieht sich —- wie 
wir gesehen haben —- auf alles, was an Mitteln und Kräften zu einem Betrieb 
zusammengefaßt wird. Praktisch läuft die Gestaltung der Wirtschaftlichkeit auf 
die beiden Möglichkeiten hinaus: Verbesserung der Leistung ohne entsprechende 
Erhöhung der Kosten oder Senkung der Kosten ohne Beeinträchtigung der Lei 
stung. Diese Bestimmung schließt nicht aus, daß unter Umständen auch eine Ver 
besserung der Leistung unter gleichzeitiger Senkung der Kosten möglich sein kann. 
In der Regel liegen die Dinge so, daß der Betrieb über eine bestimmte Größe, 
über entsprechende Einrichtungen und über eine Leistungsfähigkeit verfügt, die 
unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit des Arbeitsablaufes eine bestimmte Art 
und Menge von Gütern hervorzubringen gestattet. Gebt man von der Gegeben 
heit einer bestimmten Leistungsfähigkeit des Betriebes aus, so erfordert die Wirt 
schaftlichkeit in erster Linie, daß die Leistungsbereitsohaft des Betriebes voll aus 
genutzt ist. So steht am Anfang die Herbeiführung eines günstigen Beschäfti 
gungsgrades, was nicht gerade die größtmögliche technische Ausnutzung und Be 
anspruchung zu sein braucht. Hierzu sind entweder Aufträge von außen her er 
forderlich oder es muß vorübergehend auf Lager gearbeitet werden. Jedenfalls ist 
die Gestaltung der Wirtschaftlichkeit in hohem Maße, auch abgesehen von den 
Kosten und Preisen, vom Markt abhängig. Hier greift die Preispolitik ein, mit 
deren Hilfe der Beschäftigungsgrad geregelt werden soll. Von ihr ist im 2. Buche 
eingehend gesprochen worden. 
Weiter wird es darauf ankommen, den Einsatz an Arbeitsmitteln zu verrin 
gern. Hier ist zu unterscheiden, ob dies durch bessere Anordnung und Ausnutzung 
der vorhandenen technischen Mittel, oder durch bessere Arbeitsverfahren der Mit 
arbeiter, oder durch Ersetzung menschlicher Arbeit durch vermehrte Werkzeuge 
und Maschinen zu erreichen ist. Immer wird das Ziel sein, eine Senkung der Kosten 
Wirtschaftlichkeit ist eine Präge der Konstruktion und Pahrweise; 
die wirtschaftliche Konstruktion ist Voraussetzung für wirtschaftliche Pahrweise; 
die Ingenieure der Werke kennen die Erfordernisse der wirtschaftlichen Bauweise; 
die wirtschaftliche Pahrweise war Gegenstand fahrtechnischer Versuche.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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