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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1011249006
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-31942
Document type:
Monograph
Author:
Wilden, Josef http://d-nb.info/gnd/117380016
Title:
Zur wirtschaftlichen Förderung des Handwerks
Place of publication:
Crefeld
Publisher:
Wilhelm Greven Buchdruckerei
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (67 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wanderlagerwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

39 
eine gute Darstellung die Beilage zum Bank-Archiv vom 25. Oktober 1S20. Die 
Papierwirtschaft findet ihr Ende in der völligen Entwertung des Papiergeldes 
oder in seiner Beseitigung zu einem geringen Bruchteil des ihm beigelegten 
Nennwertes (Devalvation). — Der Weltkrieg hat eine Aera der Papier 
währung von bisher nicht gekanntem Umfange eröffnet. Alle am Krieg beteilig 
ten Länder (außer den Vereinigten Staaten von Amerika) und eine Anzahl Neu 
trale hatten die Einlösung ihres Papiergeldes eingestellt oder stark eingeschränkt. 
Der Währungsverfall in Deutschland (November 1923: 1 Billion Papier 
mark — 1 Goldmark) hat ähnliche Erscheinungen in andern Ländern aus jüng 
ster Zeit (Österreich, Rußland) weit in den Schatten gestellt, und die berüchtigte 
Assignatenwirtschaft der französischen Revolutionszeit erscheint demgegenüber als 
eine sehr geringe Inflation. 
Beschränkt man den Begriff des Geldes auf die vom Staate aus 
gegebenen Zahlungsmittels, so sind die Banknoten nicht unter das 
Papiergeld zu rechnen, sie sind Geldersatzmittel. Aber „hebt der 
Staat ihre Einlöslichkeit auf, so übernimmt er ebenso die Verantwort 
lichkeit für ihren Wert, als wenn er sie selbst ausgäbe; sie erhalten 
dann eine ausschließlich öffentlich-rechtliche Stellung und bilden die am 
häufigsten vorkommende Form der wichtigsten Art des Papiergeldes, näm 
lich des uneinlöslichen mit unbeschränkter Zahlungskraft gegen jeder 
mann, d. h. mit Zwangskurs" (W. L e x i s, Allgemeine Volkswirtschafts 
lehre). Die Banknoten sind dann verkapptes Papiergeld, wie vor der 
Stabilisierung der Währung in Deutschland. 
g) Silberwährung mit gesperrter Prägung. 
Silberwährung mit gesperrter Prägung besteht, wenn Silber allein 
gesetzliches Zahlungsmittel ist, jedoch Private nicht das Recht haben, 
sich für eigene Rechnung aus Silber Münzen prägen zu lassen. Dieses 
Währungssystem bildet meist nur ein Übergangsstadium (Indien). 
„Papierwährung" und „Silberwährung mit gesperrter Prägung" 
nennt man freie Währungen, da sie vom Schicksal des Edelmetalls 
losgelöst sind. Die unter a bis e genannten Systeme heißen gebun 
dene Währungen — die Valuta ist von der Wertbewegung eines 
Edelmetalls abhängig, ist an den Wert eines bestimmten Quantums 
Edelmetall gebunden. 
i) Siehe jedoch Knapp, Staatliche Theorie des Geldes, a. a. O. Hierzu 
aber die ablehnenden Kritiken von W. L o tz in Schmollers Jahrbuch, XXX, 
S. 331 ff., und Andreas Voigt in den Kritischen Blättern 1906, S. 116ff.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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