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Die Konsumtion

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Bibliographic data

fullscreen: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
1011553732
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36206
Document type:
Monograph
Author:
Oldenberg, Karl http://d-nb.info/gnd/117116246
Title:
Die Konsumtion
Edition:
Separatabdruck aus Grundriß der Sozialökonomik Abteilung II
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 103-164)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 332 — 
machte sich der Einfluß der Navigationsakte auf die niederländische 
Wirtschaft stärker bemerkbar, als die englische Schiffahrt und 
Kolonialmacht sich weiter ausgedehnt hatte‘). 
Zweifellos hat zunächst die Akte von 1651 den Ausbruch des 
Krieges beschleunigt; denn über ihre Tragweite konnte man in 
den Niederlanden nicht im Unklaren sein. Der Ausgang des für sie 
wenig günstig verlaufenen Krieges nötigte sie zur Anerkennung der 
Akte, wie auch des Anspruchs auf den Gruß der englischen Flagge 
in den dortigen Gewässern. Mit jener Anerkennung fügten sich die 
Niederlande dem Gebot, nur die Erzeugnisse des eigenen Landes 
nach England führen zu dürfen, einem Gebot, das ausschließlich 
die Niederlande traf, denn alle übrigen seefahrenden Völker trieben 
keinen oder nur geringen Frachthandel zwischen England und an- 
dern europäischen Ländern?). 
Man hat wohl damals in den Niederlanden nicht erwartet, 
daß der Navigationsakte eine besonders lange Dauer beschert sein, 
daß sie gleichsam zu einem wirtschaftlichen Grundgesetz für England 
werden würde. Schon als 1660 Karl II. den Thron seiner Väter 
bestieg, setzte man in den Niederlanden große Hoffnungen auf seine 
Regierung; Karl hatte in den Niederlanden ein Asyl gefunden, man 
hatte ihn reichlich mit Geld unterstützt und als Dank erhoffte 
man von ihm die Beseitigung der Navigationsakte®). Die handels- 
politische Abhängigkeit von England, in die seit Cromwells 
Zeit die Niederlande geraten waren, wurde hier schwer empfunden. 
Zeigten sich auch, wie schon bemerkt, zunächst die Wirkungen 
der Akte nicht in dem befürchteten Maße, so war man sich der eige- 
nen Schwäche doch bewußt; und die Handelsrivalität blieb be- 
stehen und wuchs auch mit dem Wiederaufleben des eigenen Handels, 
da nun die englische Flagge sich überall zeigte. Das Mißverhältnis 
nahm noch zu, als England sich mit Frankreich gegen Spanien 
verbündete und die neutralen niederländischen Schiffe aufbrachte. 
Cromwell konnte seinen Ärger über das gute Einvernehmen 
der Niederländer mit Spanien und ihre Bevorzugung der Handels- 
interessen gegenüber den religiösen nicht verbergen*). Mit der 
1) Vgl. Tideman, De zee betwist, S. 75ff. Diferee, a.a.O., S.173f. 
2) Vgl. Laspeyıes, SS. 126. 
3) Japikse, Verwikkelingen, S. 14 ff.; vgl. oben S. 195, 249. 
) Japikse,/S. 40.
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1904.
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